Posted on Le CouCou, New York

Die Mon amie Maxi-Recherchen führten die Mook Redaktion schon in die erstaunlichsten französischen Restaurants und Brasserien dieser Welt. Wir haben den Big Apple besucht, um im 3-Sterne-Restaurant Per Se winzige Hasen-Nieren zu degustieren. Wir sind nach London gereist, um dort die wunderschönen Trompe-l’œi Malereien im Vestibül der spektakulären Zedel Brasserie persönlich in Augenschein zu nehmen. Wir sind nach Las Vegas geflogen, um in der Bouchon Brasserie von Thomas Keller die legendäre Brandade de Morue zu verkosten. Wir standen staunend im Gare de Lyon und bewunderten die operettenhafte Fin-de-Siècle-Kulisse des „Le Train Bleu“. Wir haben sogar in der abenteuerlichen Pariser Chartier Brasserie Pansen und Andouillette für Euch degustiert. Nie wurden von uns Kosten und Mühen gescheut, um für unsere Gäste nach neuen Ideen und Anregungen zu fahnden. Auch ist die Mon amie Maxi-Recherche natürlich ein niemals endender Prozess. Als uns nun diverse Berichte aus Manhattan erreichten, dass eine neue französische Better-Brasserie-Formel die verwöhnte New Yorker Klientel in ekstatische Verzückung versetzt, war die Aufgabenstellung für die Mook Redaktion natürlich klar definiert. Sofort wurden die Koffer gepackt, um für Euch das wundervolle Le CouCou unter das gestrenge Mookular zu nehmen.

Das Le CouCou ist das neuste Brainchild des sagenumwobenen Gastro-Entrepreneurs Stephen Starr. Seine extrem erfolgreiche Starr Restaurant Group betreibt unter anderem so schillernde Konzepte wie das Buddakan, El Vez, Butcher & Singer, Fette Sau und Steak954. Zusätzlich betreibt er noch in Kooperation mit Iron Chef Masaharu Morimoto das fabelhafte Neo-Izakaya-Multiple Morimoto. Auch das Le CouCou ist wieder ein kongeniales Joint Venture mit einem sehr renommierten Koch. Daniel Rose, Partner und Chefkoch im Le CouCou, hat schon mit seinen kulinarischen Skills in der Pariser Restaurantszene für ordentlich Furore gesorgt. Sein Restaurant „La Bourse et la Vie“ wurde beispielsweise schon vom beliebten Gastro-Guide „Paris by Mouth“ zum Gewinner in der Kategorie „Klassische „Brasserie“ gewählt. Nun hat Stephen Starr den ambitionierten Yannick Alléno-Schüler nach New York geholt, um dort gemeinsam mit ihm die Restaurant-Szene im Sturm zu erobern.

Verantwortlich für das anheimelnde Interior-Design und die gemütlich orchestrierte Lichtarchitektur ist das in New York ansässige Design-Studio Roman and Williams Buildings and Interiors. Die beiden Besitzer Robin Standefer und Stephen Alesch sind für emsige Mook Magazin-Leser ja schon lange keine Unbekannten mehr. Beispielsweise sind die sympathischen Kreativköpfe verantwortlich für so spektakuläre Locations wie dem legendären Boom Boom Room und die stringent komponierte Kingside Brasserie im Viceroy Hotel NYC. Auch haben die beiden schon Prominenten wie Gwyneth Paltrow und Ben Stiller beim Design ihrer New Yorker Residenzen hilfreich zur Seite gestanden. Mark Zuckerberg überlies den visionären Shootingstars sogar eine gestalterische Carte Blanche für die Ausstattung seiner Facebook-Kantine in Menlo Park. Wer mehr über das erstaunliche Œuvre des dynamische Duos erfahren will, findet die Berichte über die Kingside Brasserie und den Boom Boom Room problemlos über die Suchleiste des Mook Blogs.

Für das geglückte Design des Le CouCou erhielten Standefer und Alesch Ende 2017 den begehrten Ahead Award in der Kategorie „Restaurant Design“ verliehen. Die beiden emsigen Award-Gewinner sind übrigens wahre Allroundtalente und stammen genau wie der TAO Innenarchitekt David Rockwell ursprünglich aus dem Theater- und Kulissenbau. Das Paar ist auch im wahren Leben liiert und lernte sich bei einem gemeinsamen Auftrag für eine Hollywood-Produktion kennen und lieben. Aus der Kreativschmiede der beiden Tausendsassas stammen beispielsweise so berühmte Filmsets wie Zoolander und Addicted to Love.

Die Speisekarte im Le CouCou liest sich wie eine wundervolle Hommage an die kulinarischen Urgesteine Georges Auguste Escoffier und Jean Anthelme Brillat-Savarin. Man serviert der frankophilen New Yorker Hautevolée beispielsweise noch so wundervoll nostalgische Feel-Good-Klassiker wie Seezunge à la Véronique, Kalbsbries mit Tomaten-Estragon-Sauce, Rochenflügel mit Kapern-Paprika-Jus, Kalbszunge mit Osietra Kaviar und Crème fraîche, Blutwurst mit Piment d’Espelette, Hechtklösschen in Hummersauce und ein fabelhaftes Potpourri aus köstlichen Kaninchen-Innereien. Das Le CouCou ist wahrlich ein zivilisierter Hort der kulinarischen Erbauung.

Das Le CouCou liegt zwar im quirligen Szeneviertel Soho, die illustre Klientel stammt aber augenscheinlich primär aus der Upper East Side. Viele Männer tragen gedeckte Paisley-Krawatten und dunkle Madison-Fit-Blazer von Brooks Brothers. Man sieht allerdings auch einige Herren aus Downtown mit scharf geschnittenen Thom Brown Anzügen und schwarzen Sol Moscot Brillen. Die intellektuelle New Yorker Damenwelt trägt dagegen offensichtlich wieder gerne elegante Perlen-Pumps von Nicholas Kirkwood, klassische Pencil-Cut-Kleider von Lavin und dezente Clutch-Bags von Roger Vivier. Hier übrigens ein kleiner Blick in die wunderschöne Bespoke-Küche aus dem Hause Athanor Fourneaux.

Würde Bret Easton Ellis heute noch einmal seinen legendären Protagonisten Patrick Bateman durch die beeindruckenden Wolkenkratzerschluchten von Manhattan streifen lassen, um ein akzeptables Sea Urchin Ceviche zu finden, würde er seine verzweifelte Suche ganz sicherlich im Le CouCou enden lassen. Momentan ist das lässige Restaurant im angesagten Soho die mit Abstand heißeste Adresse der Stadt. Kurzfristig einen Tisch im Le CouCou zu ergattern, gestaltet sich deshalb aktuell ähnlich grotesk wie im fiktiven Dorsia. Um unsere Bewunderung für das literarischen Œuvre von Bret Easton Ellis zu dokumentieren, beginnen wir unsere kulinarische Tour de Force natürlich standesgemäß mit einer köstlichen Seeigel-Kreation aus dem Hause Starr!

Als nächsten Gang serviert uns Chefkoch Daniel Rose eine paar Stangen pochierten Lauch mit Haselnüssen. Ein wahrlich köstliches kleines Horsd’œuvre, das mit seiner kargen Schönheit schon fast an die ätherische Simplizität eines abstrakt-expressionistischen Mark-Rothko-Farbfeld-Gemäldes erinnert. Allerdings ist die Mook Redaktion etwas unschlüssig, ob die schlichten Strünke in Deutschland von jedem Gast sofort in seiner archaischen Erhabenheit verstanden werden würden. Wir sind jedenfalls mit unseren Versuchen, Solitär-Gerichte wie Carottes Rapées oder Céleri Rémoulade im Mon amie Maxi zu installieren, kläglich gescheitert.

Als nächstes entscheiden wir uns für eine Tomates à l’Antiboise. Das monochrome Nachtschattengewächs ist die materialisierte Antithese zur aktuell so beliebten Pipetten-Küche. Nach Myriaden von Dots, Brushstrokes, Airs und sphärisierten Liquids ein wahrhaft erfrischend schlichter Anblick.

Gefüllt ist die köstliche Tomaten-Sphäre mit Thunfisch, Oliven, Gewürzgelatine und den traditionellen Kräutern der Provence. Eine wahrlich delikate Ouvertüre.

Ja, Ihr seht richtig, es gibt im Le CouCou tatsächlich ein Coquille Saint Jacques-Ceviche.

Das köstliche Kalbsbries wird vom Meister in einer mit Estragon aromatisierten Tomatenreduktion gereicht. Das sublime Säurespiel der tomatisierten Butter-Sauce korrespondiert hervorragend mit der cremigen Konsistenz der lymphatischen Thymus-Drüse. Das Kalbsbries im Le CouCou steht damit geschmacklich dem Ris de Veau im Mon amie Maxi in nichts nach.

Gerichte wie Pilotfisch mit Tulpen und Zimt und Freiland Tintenfisch findet man zwar nicht auf der Speisekarte des Le CouCou, dafür ist der klassische Rochen-Flügel mit süßer Paprika-Kapern-Vinaigrette umso köstlicher.

Als nächstes serviert uns der Meister eine Seezunge à la Véronique. Die köstliche Véronique-Sauce besteht klassisch aus Sahne, Fischfond, Noilly Prat, kernlosen grünen Trauben und einem Spritzer Zitronensaft. Somit ist die Zugabe von Pfifferlingen eine durchaus sinnvolle Kreativleistung von Chefkoch Daniel Rose. Übrigens soll Georges Auguste Escoffier das Véronique-Rezept angeblich nach der gleichnamigen Operette von André Messager benannt haben.

Auch ein paar handwerklich tadellose Lamm Koteletts finden sich auf der Karte des Le CouCou. Wer die schnörkellose französische Produktküche im Mon amie Maxi liebt, wird sicherlich auch das Le CouCou zufrieden verlassen.

Die verwöhnte New Yorker High-Society  bettelt täglich um Einlass. Die Kritiker überschlagen sich vor euphorischer Begeisterung. Kein Wunder, dass die junge Crew extrem gute Laune hat. Der Herr im schwarzen T-Shirt ist übrigens Co-Owner und Chefkoch Daniel Rose.

Hier noch ein letzter Blick in die wundervolle Bespoke-Küche aus dem Hause Athanor Fourneaux.

Fin

Posted on Die neuen Zenzakan Teller

Als die Mook Group das Zenzakan 2009 eröffnete, läutete sie damit eine komplett neue Epoche im asiatischen Fine-Dining ein. Vergleichbar spektakuläre Locations fanden sich selbst in glamourösen Metropolen wie Dubai, London oder New York nur äußerst selten. Damit war klar, dass es der Mook Group wieder einmal eindrucksvoll gelungen war, die Standards in der deutschen Hospitality-Industrie völlig neu zu postulieren. Nun gehörte es allerdings noch nie zu den großen Stärken der Mook Group, sich arrogant auf den erreichten Lorbeeren auszuruhen. Wir haben deshalb unermüdlich daran gearbeitet, das Zenzakan optisch und kulinarisch zu optimieren. Ein perfektes Beispiel für diesen kontinuierlichen Prozess sind unsere kürzlich eingeführten Teller und Sushi-Platten. Die wundervollen Manufaktur-Keramiken sind allesamt Unikate und wurde eigens für die speziellen Bedürfnisse im Zenzakan angefertigt. Die tönernen Preziosen sind wahre Kunstwerke und unterstreichen so noch optisch den hohen kulinarischen Anspruch unserer Speisen.