Posted on Erfolgsgastronom des Jahres 2017

Die Jury des renommierten Gastronomie-Fachmagazins FIZZZ hat den CEO der Mook Group zum „ERFOLGSGASTRONOM DES JAHRES 2017“ gewählt. Wir konnten damit schon wieder einen weiteren Titel für Euch nach Frankfurt holen! Denn bereits schon einmal wurde der CEO der Mook Group vom Busche Verlag zum „GASTRONOM DES JAHRES“ gekürt. Kurz darauf wurde ihm auch noch vom angesehenen Gourmet-Magazin DER FEINSCHMECKER der Titel des kulinarischen „TRENDSETTER DES JAHRES“ verliehen. Wieder ein Jahr darauf ernannte ihn die Leader-of-the-Year-Jury des Rolling Pin auch noch zum  kulinarischen „ENTREPRENEUR DES JAHRES“. Es ist einfach wunderbar, dass wir mit unseren Aktivitäten Frankfurt immer wieder positiv in den Fokus der kulinarischen Weltöffentlichkeit rücken können. Viele Kollegen, Hospitality-Profis und internationale Trendscouts reisen mittlerweile sogar explizit nach Frankfurt, um die visionären Trailblazer-Etablissements der Mook Group persönlich in Augenschein zu nehmen. Die Mook Group wird damit natürlich auch ein immer wichtigerer Wirtschaftsfaktor für Frankfurt. Es erfüllt uns mit großem Stolz, dass wir in den letzten Jahren soviel Positives für unsere Heimatstadt und die gesamte Branche bewirken konnten.

v. l. n. r. Barbara Becker (FIZZZ Chefredakteurin), Christian Mook (CEO Mook Group), Feres Ladjimi (Executive Manager Mook Group)

Hier nun die offizielle FIZZZ-Laudatio: Go big or stay home“. So lautet das provokante Motto unseres Erfolgsgastronomen 2017, und wer derart offensiv in den Ring steigt, muss sich an seinen eigenen Ansprüchen messen lassen. Doch Christian Mook, unser Erfolgsgastronom des Jahres, wird seiner Maxime mit jedem Lokal, jedem Event, jedem Drink und jedem Teller gerecht. Und „nach Hause“ wird von dem leidenschaftlichen Gastgeber ganz sicher niemand geschickt. Mit seinen imposanten Gastronomiebetrieben, die genau so in Metropolen wie New York, Paris oder London stehen – und bestehen – könnten, hat Christian Mook die Szene nachhaltig geprägt: Als CEO seines inhabergeführten Familienunternehmens steht er nicht nur für Pioniergeist, Nachhaltigkeit und ethisches Verhalten, sondern auch für ein exzellentes Food & Beverage-Angebot und aufsehenerregendes Ambiente. Das Unternehmen ist ein Vorreiter für Gastronomietrends in Deutschland. Aktuell gehören zum Portfolio der Mook Group das bereits 1997 eröffnete „M-Steakhouse“, das „Surf `n Turf“ und der kolonial geprägte „Ivory Club“. Der pan-asiatische „Supperclub Zenzakan“ und die französische Brasserie „Mon Amie Maxi“ wurden gerade einem Make-over unterzogen und erstrahlen in neuem Glanz. Ein neues spektakuläres Konzept befindet sich in der Bauphase: Voraussichtlich noch diesen Herbst eröffnet Christian Mook mit seinem Team in der Fassspitze des historischen Henninger Turms das 360-Grad-Panoramarestaurant „Franziska“, das „progressive german vintage cuisine“ bieten wird. Bei allem persönlichen Erfolg – Christian Mook nimmt als Systemkritiker der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die verantwortungsvoll geführte Individualgastronomie kein Blatt vor den Mund. Der Chefredakteur des „MOOK Magazins“ und Herausgeber des zweisprachigen Stadtmagazins „THE FRANKFURTER“ nutzt seine eigenen Medien sowie Gastauftritte in anderen Publikationen, um auf Probleme wie die steuerliche Benachteiligung und ausufernde Bürokratie hinzuweisen. Die Mook Group können diese Hindernisse jedoch nicht stoppen: So oft wie möglich geht der ehemalige Galerist mit seinem Wingman Feres Ladjimi auf internationale Gastronomie-Expeditionen, um für seine Gäste nach neuen und spannenden Konzepten Ausschau zu halten. Christian Mook ist auch weiterhin antizyklisch auf Expansionskurs. Wir freuen uns auf viele weitere Projekte des Erfolgsgastronomen des Jahres 2017!

Posted on Das Henninger Turm Interview

In der aktuellen Ausgabe des THE FRANKFURTER findet sich ein spannendes Interview mit dem CEO der Mook Group. Der umtriebige Gastronom enthüllt darin viele spannende Details zum neuen Restaurant in der Fassspitze des Henninger Turms. Gastronomisch interessierte Frankfurter sollten sich diesen faszinierenden Lesespaß auf keinen Fall entgehen lassen.

Zunächst, verraten Sie uns den Namen des neuen Restaurants?
Das Restaurant wird „Franziska“ heißen. Der Name ist eine Hommage an meine geliebte Großtante. Sie war nämlich nicht nur eine äußerst liberale, resolute und warmherzige Grande Dame, sondern auch ein begnadete und innovative Köchin. Interessanterweise stand das Haus von Tante Franziska genau am Fuße des Henninger Turms. Die Idee, das Restaurant im neuen Henninger Turm nach meiner Tante zu benennen, war also aus vielerlei Hinsicht geradezu unvermeidlich.

Klingt nach deutscher Hausmannskost.
Nicht ausschliesslich. Ich sehe meine Tante auch als eine Pionierin der Fusionsküche. Sie belegte beispielsweise Pizza mit Ahler Wurscht oder servierte hausgemachte Ravioli mit Handkäsefüllung. Darüber hinaus hantierte sie schon damals mit asiatischen Gewürzen und Aromen. In dieser Zeit gab es übrigens noch keinen einzigen Asia Markt in Frankfurt. Die exotischen Zutaten musste sie aufwendig bei einem befreundeten Gewürzhändler in Hamburg bestellen. Auch wollte meine Tante schon damals möglichst ethisch, ökologisch und regional kochen. Zu jener Zeit keine Selbstverständlichkeit.

Grüne Sauce muss an diesem symbolträchtigen Ort aber schon sein, oder?
Ja, der Klassiker wird sicherlich in der einen oder anderen Form auf unserer Karte zu finden sein. Wir wollen allerdings mit unserer Küche keine Konkurrenz zu den klassischen Apfelwein-Lokalen sein. Unser Plan ist es, vergessene deutsche Küchenklassiker auf eine aufregende Weise neu zu interpretieren, ohne uns dabei durch Konventionen, Zutaten oder Techniken limitieren zu lassen. Im Prinzip das Gleiche, was Joël Robuchon in seinen Ateliers mit der französischer Küche macht.

Es gibt allerdings noch eine weitere Parallele zu den Ateliers von Joël Robuchon.
Das ist korrekt. Neben dem unglaublichen 360-Grad-Skyline-Blick haben wir noch ein zweites Highlight. Um den inneren Erschliessungskern wird es einen komplett offenen Kitchen-Counter geben. Damit verbinden wir die zwei momentan angesagtesten Gastronomietrends der Welt: Chef`s-Table-Counter und Rooftop-Dining.

Gibt es in Deutschland schon vergleichbare Restaurants?
Eigentlich kenne ich überhaupt kein Restaurant, das beide Dinge so konsequent vereint. Ich habe übrigens kürzlich einen Artikel vom Master-Sommelier Hendrik Thoma gelesen. Dabei proklamiert er, dass es bisher überhaupt nur zwei relevante Kitchen-Counter-Konzepte in Deutschland gibt, das The Table in Hamburg und das Nobelhart und Schmutzig in Berlin. Beide Restaurants liegen allerdings im Erdgeschoss.

Auf einen Stern wollen sie aber nicht hinaus?
Wir wollen gehoben, aber nicht abgehoben kochen. Der Henninger Turm ist das architektonische Wahrzeichen der Stadt. Jedes Kind würde sofort einen Scherenschnitt der markanten Silhouette erkennen. Wir müssen deshalb für eine breite Masse verständlich und bezahlbar bleiben. Ein avantgardistisches Sterne-Restaurant würde der Funktion und der Geschichte des Gebäudes nicht gerecht.

Wie dürfen wir uns die Einrichtung vorstellen?
Normalerweise erzählen wir mit unseren Restaurants immer eine Geschichte. Die Wohnung meiner Tante nachzubilden erschien uns dann allerdings doch zu absurd. Danach haben wir lange über eine retrofuturistische 60er-Jahre-Kulisse im Stil von Justus Dahinden nachgedacht. Die Sichtbetonwände des Erschliessungskerns und die Historie des Turms hätten zu diesem Thema perfekt gepasst. Aber auch diese Idee haben wir aus verschiedenen Gründen wieder verworfen. Letztendlich haben wir uns für einen Look entschieden, den ich als swanky-eclectic beschreiben würde. Wir fokussieren dabei auf Farben, Licht, Materialien und Akustik. Dabei dreht sich alles um Behaglichkeit, aber auf eine sehr poshe und lässige Art. Das Interieur könnte so sicherlich auch in Mayfair funktionieren. Also keine Angst, das Franziska wird definitiv kein beliebiges Shabby-Chic-Restaurant. Bei uns werden sich eher die Fans von Martin Brudnizki und David Collins wiederfinden.

Was erwartet die Gäste sonst noch in gut 140 Metern Höhe?
Wir haben tatsächlich noch ein weiteres spektakuläres USP. Eine Etage unter dem eigentlichen À-la-carte-Restaurant befindet sich noch unser ebenfalls verglastes Skydeck. Dort haben Gäste im Sommer die Möglichkeit, unter freiem Himmel zu essen und die 360-Grad-Aussicht zu geniessen.

Stehen Personalien fest?
Küchenchef wird Frank Möbes (ehemals „Mon Amie Maxi“). Er ist die geradezu perfekte Besetzung für den Turm. Er verfügt nicht nur über eine exzellente Handwerklichkeit, sondern auch über hervorragende Social-Skills. Speziell die soziale Kompetenz ist bei einem kommunikativen Chef`s-Table-Konzept natürlich unglaublich wichtig.

Die wichtigste Frage, wann genau eröffnet das „Franziska“?
Hoffentlich noch dieses Jahr. Wir konnten erst im August mit dem Innenausbau anfangen. Der Buzz ist aber jetzt schon unglaublich. Wir haben unzählige Anfragen für Veranstaltungen. Der Turm eignet sich allerdings auch perfekt für jede Art von Event.

Eine persönliche Frage abschließend. Sind Sie schwindelfrei?
Nein. Das ist im Turm-Restaurant aber kein Problem. Der Gastraum wirkt durch die terrassierte Kubatur des Fass-Zylinders extrem sicher. Man hat trotz der Höhe ein unglaublich geborgenes Gefühl. Die Architekten Meixner Schlüter und Wendt haben hier wirklich großartige Arbeit geleistet. Und für Gäste, die wirklich unter totaler Höhenangst leiden, besteht immer noch die Möglichkeit, direkt am Kitchen-Counter zu essen.

Posted on Jamavar Mayfair

Erst kürzlich proklamierte der renommierte Restaurantkritiker Richard Vines von Bloomberg L.P., dass London weiterhin die besten indischen Restaurants der Welt beheimatet. Eine Neuigkeit, die eifrige Mook-Magazin-Leser natürlich nicht sonderlich überraschen dürfte. Und obwohl London ohnehin schon über unzählige exzellente indische Restaurants verfügt, erlebt die Szene momentan einen regelrechten Boom. Überall eröffnen neue und spannende indische Restaurant-Konzepte ihre Pforten. Trotzdem scheint der Markt noch längst nicht gesättigt. In praktisch keinem der relevanten Upscale-Inder ist kurzfristig ein Tisch zu ergattern. Aber auch vor den neuen coolen Street-Food-Indern, wie beispielsweise dem fabelhaften Dishoom, bilden sich jeden Abend lange Schlangen. Es ist ganz offensichtlich, dass die kolonial geprägten Briten geradezu süchtig sind nach dem komplexen Aromenspiel des indischen Subkontinents. Allerdings bietet auch keine andere Länderküche ein vergleichbar sublimes Kaleidoskop an faszinierenden Texturen und Aromen. Nicht umsonst gilt die indische Gewürz- und Vitalküche unter Experten schon lange als die unangefochtene Königin unter den Länderküchen. Unter den zahlreichen Neueröffnung der letzen Monate hat dem Mook Culinary Research Team besonders das neue Jamavar im exklusiven Mayfair gefallen.

Die Jamavar-Restaurants sind normalerweise bekannt als die traditionellen Fine-Dining-Restaurants der exklusiven indischen 5-Star-Hotelkette Leela Palace & Resort. Die neue Venue in London bekleidet deshalb eine ganz besondere Stellung. Das extravagante Outlet in der mondänen Mount Street ist nämlich nicht nur das erste Jamavar ausserhalb Indiens, sondern auch die erste Stand-alone-Unit überhaupt. Nachdem phänomenalen Kick-off in London könnte es durchaus sein, dass demnächst noch weitere Jamavar-Solitäre ihre Pforten öffnen. Die Mook Redaktion wird für Euch die weitere Entwicklung im Auge behalten.

Verantwortlich für das eklektische Interieur-Design sind die in London ansässigen Fable-Studios. Das 2011 von Tom Strother, Steven Saunders and Simon Gallagher gegründete Architekturbüro durfte in seiner kurzen Geschichte schon diverse erstaunliche Hospitality-Venues realisieren. Zu ihren prominentesten Werken gehört dabei sicherlich das Dinner by Heston Blumenthal, das fabelhafte Hind`s Head und das Restaurant Gordon Ramsey in Chelsea.

Die poshe Mount-Street-Location scheint bei der exklusiven Klientel fabelhaft anzukommen. Bei unserem Besuch platzte das Jamavar förmlich aus allen Nähten. Das Publikum besteht dabei aus der typisch kunterbunten Mayfair-Melange aus distinguierten Berkeley-Square-Locals, erfolgreichen Business-Expats, attraktiven Sloane-Street-Beauties und einigen sehr wohlhabenden Qatar-Refugees. Die Männer tragen vornehmlich sleeke Bespoke-Suites von Anderson & Sheppard oder Gieves and Hawke. Die Damen hüllen sich dagegen eher in edles Tuch von Diane von Fürstenberg und tragen dazu stolz die neuesten Handtaschen-Kreationen von Anya Hindmarch.

Die zahlreichen Gemälde im Jamavar stammen von der renommierten indisch-stämmigen Künstlerin Jayasri Burman und zeigen farbenprächtig illustrierte Szenen aus den legendären fünf Büchern des altindischen Panchatantra, einer umfangreichen Sammlung von lehrreichen Tierfabeln, die vor weit über 1000 Jahren in Sanskrit niedergeschrieben wurden. Ein faszinierendes Thema, über das sich natürlich wundervoll stundenlang parlieren lässt.

Als kleines Amuse-Bouche bestellen wir uns eine kleine Portion Papadam. Die knusprigen Fladen werden im Jamavar zu süßen kleinen Trichtern geformt. Dazu serviert man eine schmackhafte Trilogie aus unterschiedlichen Chutneys.

Ob mildes Butter-Chicken oder würziges Rogan-Josh-Lamm, das Jamavar versteht sich wahrlich auf die komplette Klaviatur der sublimen Kunst der Curry-Zubereitung. Alle von uns degustierten Currygerichte konnten durch raffiniertes Aromenspiel und erlesene Ingredienzien überzeugen. Hier steht das Jamavar dem Ivory Club in fast nichts nach. Lediglich bei einer Sache ist sich die Mook Redaktion einig: Das Vindaloo-Curry im Ivory Club bleibt auch weiterhin unangefochten das absolute Referenzgericht für couragiert kalibrierte Currygerichte.

Das köstliche Chandni Chowk Ki Aloo Tikki ist mit Kichererbsen, Kartoffeln, Raita-Joghurt, Minze-Chutney, Tamarindsauce und knackigen Granatapfelkernen befüllt und erinnert vom komplexen Geschmacksbild ziemlich exakt an das legendäre Pani-Puri-Basket im Ivory Club.

Die Hülle des Samosas besteht aus einem filigranen Filo-Teig. Das Futteral des trigonometrischen Gebildes verfügt deshalb nur über eine extrem fragile strukturelle Integrität. Die grazile Kohlehydratstruktur zersplittert dementsprechend schon beim geringsten Druck in unzählige winzige Fragmente. Die Füllung besteht aus einer exotisch gewürzten Wild-Farce und emulgiert am Gaumen mit den knusprigen Splittern zu einem wahrlich köstlichen Ambrosia.

Hier sehen wir das extrem saftige Tandoori Tulsi Chicken Tikka. Das butterzarte Geflügel ist von absolut erlesener Qualität. Im Ivory Club entscheiden wir uns allerdings dazu, unseren Tandoori-Grilladen etwas mehr Hitze im traditionellen Lehmofen zu gönnen und sie damit mit ihren typischen Brandmalen zu versehen. Warum Executive-Chef Rohit Gha auf die stickstoffhaltigen Melanoidine der Maillard-Reaktion verzichtet, bleibt für uns allerdings im Verborgenen. Wahrscheinlich möchte der engagierte Maître seine Tandoori-Kreationen nicht mit dem Stigma der umstrittenen Acrylamide diskreditieren.