Posted on Besuch beim Demon Chef Alvin Leung

Wenn der legendäre Demon Chef Alvin Leung eine Dependance in London eröffnet, gibt es für das Mook Culinary-Research-Team natürlich kein Halten mehr. Sein Restaurant „BO Innovation“ in Hong Kong ist laut eigener Aussage die Geburtsstätte der X-treme Chinese Cuisine. Mr. Leung gilt als einer der kreativsten kulinarischen Köpfe. Von seinen Kreationen wie „Bed and Breakfast“ und „Sex on the Beach“ dürfte mittlerweile jeder schon einmal etwas gehört haben. Alvin Leung wurde vom Michelin Führer mit zwei Sternen bedacht und die berüchtigte Pellegrino-Liste führt ihn als die Nummer 52 der besten Köche der Welt. Der Leitspruch von Evil Mastermind Alvin Leung lautet übrigens: There is a realm where there are playful spirits and they are wandering.

Hier sehen wir den Meister. Die englische Presse feiert Alvin Leung schon als die asiatische Ausgabe von Heston Blumenthal. Müßig zu erwähnen, dass Alvin Leung in Hong Kong auch der Star seiner eigenen Fernsehshow ist. Als Maverick Chef erforscht er die Aromenvielfalt der asiatischen Küche. Bei soviel Vorschusslorbeeren sind wir natürlich schon X-trem gespannt.

Die extremen „Sichuan spicy Lamb Xiao Long Baos“ sind einfach köstlich und handwerklich perfekt. Ähnlich „extreme“  Dim Sums Kreationen wurde uns allerdings auch schon einen Tag vorher im Yauatcha kredenzt.

Auch die saftigen Kabeljau Dumplings mit Olivenöl wissen zu gefallen. Man kann an der Optik sehr gut den Geschmack herauslesen.

Taro Kroketten mit Trüffel und Blattgold. Soft and fluffy on the inside and crunchy on the outside. Die Mook Redaktion ist sehr angetan von diesem interessanten Spiel der Texturen.

Italy meets China. Hier sehen wir Frühlingsrolle mit Pesto Chicken. Das ist X-treme Fusionsküche a la Leung.

Das „Bed and Breakfast“ entpuppt sich als ein geräuchertes Wachtelei auf frittiertem Taro und Kaviar. Ein köstlicher kleiner Happen. Das Gericht wird auf einem aus Metall gefertigtem Bonsaibaum gereicht.

Es gibt Reis Baby! Hier sehen wir die Chefin des Mook Culinary-Research-Teams beim degustieren einer Schale Reis. Alvin Leung ist auf seinen Reis offensichtlich so stolz, dass er ihn sogar als Solitär darreicht. Der Reis ist mit diversen Aromaten wie Chili und Koriander versetzt. Das ganze Gericht schmeckt erstaunlich gut nach Reis mit Chili und Koriander.

Nudelblätter mit einer Trüffelmarinade. Ein köstlicher kleiner Gaumenschmeichler.

Hier sehen wir Alvin Leungs Interpretation des klassischen Beggar’s Chicken. Beim Bettlerhuhn wird ein ganzes Hühnchen in Lotosblätter und Ton verpackt und anschließend für mehrere Stunden bei geringer Hitze gebacken. Herr Leung verwendet für dieses Gericht eine Wachtel und serviert dazu ein X-trem cremiges Artischockenpüree.

Ein Miso Cod! Was sollen wir da noch sagen? Über dieses Gericht haben wir ja nun schon hinlänglich referiert und ersparen Euch deshalb weitere Ergüsse.

Das Wagyu Beef wird mit einer Trüffelsauce gereicht. Das Wagyu Beef ist wirklich extrem und könnte auch gut aus dem mediterranen Raum stammen.

Hier sehen wir das berühmt berüchtigte „Sex on the Beach“.  Die Optik ist wirklich X-trem. Das bezaubernde Stillleben sieht tatsächlich aus wie ein benutztes und am Strand zurückgelassenes Kondom.  Die weiße Flüssigkeit im Reservoir wird vom Kellner übrigens als Chef`s Spezialsauce annonciert. Glücklicherweise entpuppt sich die Füllung bei der Degustation nur als profane Kondensmilch. Kennt einer eigentlich noch Milchmädchen aus der Tube?

Hier seziert die Chefin die Komposition des Meisters. Das „Präservativ“ wird aus einer Art Fruchtgummi-Masse hergestellt. Der „Sand“ besteht neuerdings nicht mehr aus Pilzen, sondern aus süßem Crumble. Die hübsche Muschel wird aus Vanilleeis gefertigt. Ein Teil der Einnahmen für dieses Gericht spendet Herr Leung übrigens an die Aids Stiftung von Elton John.

Zum Schluss noch ein kleiner Plausch mit den Köchen. Allzu dämonisch erscheinen uns die Virtuosen am Herd allerdings nicht.