Posted on L’Atelier Joël Robuchon, Paris

Die Ateliers von Joël Robuchon gehören zu meinen absoluten Lieblingskonzepten. Hier verschmelzen ausnahmsweise handwerkliches Können und lässige Atmosphäre zu einer Kombination, die man leider nicht sehr oft findet. Die Ateliers erinnern von ihrer ganzen Architektur und Lichtinstallation eher an eine Bar oder einen Nightclub. Als Gast sitzt man auf Barhockern an einem Tresen und blickt direkt in die nur spärlich beleuchtete Showküche. Alles ist in ein mystisches Rot und Schwarz getaucht. Nur die eigentlichen Arbeitsplätze der virtuosen Köche sind mit winzigen Pinspots illuminiert. Hier haben wir für Euch einige Impressionen seiner, mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten, Filiale in Paris eingefangen. Monsieur Robuchon betreibt aber auch Dependancen in New York, Las Vegas, Tapei, Singapur, Monaco, London. In Las Vegas besitzt Monsieur Robuchon zusätzlich auch noch ein traditionell bestuhltes Drei-Sterne-Restaurant.

Blick in die Showküche

Das Amuse Gueule ist ein wahres Triptychon der Aromen. Parmesanschaum, Portweinreduktion und eine köstliche Foie-Gras-Creme.

Bread Centipede

Getrüffelte Foie Gras Ravioli. Beim Kollegen Robuchon ist ohnehin fast alles mit Foie Gras gefüllt, belegt oder überhaupt komplett aus Foie Gras.

Hier ein weiterer eindrucksvoller Beweis. Monsieur  Robuchon ist nicht wirklich ein Verfechter der leichten Vital- und Fitnessküche. Bei der opulenten Pâté de Foie Gras kann der Maître de Cuisine sein überragendes Können voll ausspielen. Einfach köstlich.

Delikates Sashimi von der Dorade. Hier kennen die Köche noch die Bedeutung von Brunoise.

Köstliche Tapas. Mal ausnahmsweise was mit ohne Foie Gras.

Frankreichs Nationalspeise, der Böörger. Monsieur  Robuchon serviert ihn natürlich mit Foie Gras. Ein Gericht, das wir allerdings schon dramatisch besser beim Kollegen Daniel Boulud  im DB Bistro Modern NYC gegessen haben.

Ein absolut köstlicher Hamachi. Der Fisch war perfekt gegart – bei uns hätte am Wochenende jeder zweite Tisch dieses Gericht bemängelt. Ein wirklich sehr lästiges Problem.

Köstliches Caille mit gerüffeltem Kartoffelpüree.

Das Kartoffelpüree bei Monsieur  Robuchon gehört neben den French Fries bei Michael Mina, den Onion Rings im Del Friso Orlando und den Mac`n`Cheese bei David Burke zu den Beilagen, die jeder echte Foodie einmal in seinem Leben gegessen haben sollte. Hier nochmals ein Close-Up der köstlichen Ambrosia.

Das Entrecôte ist ungewöhnlicherweise eher auf authentisch mediterranem Niveau.

Lecker  Sot-l’y-laisse auf Kräuterrisotto beim Kollegen Robuchon. Sot-l’y-laisse (französisch „ein Narr, wer es liegen lässt“) oder Pfaffenschnittchen, sind zwei kleine filetartige Fleischstücke vom Geflügel. Sie liegen im hinteren Bereich des Rückens oberhalb der Keulen in Skelettmulden beidseits der Wirbelsäule. Das Pfaffenschnittchen unterscheidet sich von Brust- und Keulenfleisch durch seine dunklere Farbe, sein intensiveres Aroma und eine besonders zarte, saftige Konsistenz, die auch nach längerem Garen nicht verloren geht, so dass es sowohl kurzgebraten als auch geschmort werden kann. In der deutschen Küche lange Zeit in Vergessenheit geraten, gelten  Pfaffenschnittchen in Frankreich, Belgien und Luxemburg als das beste Fleisch vom Huhn. Wir bereiten übrigens im Zenzakan unsere Yakitoris mit Sot-l’y-laisse zu.

Getrüffelte Ochsenbacken mit krossem Parmesan Chip. Wir sind amused.

Dessert gibt’s auch. Der beiliegende Schoko-Kuchen war leicht wie Uran uns schmeckt einfach göttlich.

Hmmmm

Das Pistazien Soufflé.

Puh, Feres und Christian chilaxen in der Robuchon Lounge.