Posted on Hutong @ Shard Tower

Skyline Restaurants sind in London momentan schwer en vogue. Konzepte wie  Sushisamba, OXO Tower, Duck & Waffel und Oblix feiern aktuell gigantische Erfolge. Nun reiht sich noch die chinesische Upscale-Formel Hutong in diese kulinarische Phalanx. Betrieben wird das Hutong von David Yeo und seiner legendären Aqua Group. Die Aqua Group ist die erfolgreichste Multigastronomie in Hong Kong und Peking. Zu David Yeo`s Imperium zählen japanische, chinesische und italienische Konzepte. Sogar ein französisches Bistro im  Petit-Maison-Stil gehört zum Portofolio der Aqua Group. In London betreibt der umtriebige Tausendsassa David Yeo bereits das Aqua Kyoto-Nueva, eine groteske Chimäre aus Neo-Izakaya und spanischer Tapas Bar. Einen ausführlichen Bericht über dieses ungewöhnliche Konzept findet Ihr übrigens auch im Mook Blog unter der Rubrik „to eat“.

Schon beim Betreten wird man mit einem atemberaubenden Blick auf die Tower Bridge beglückt.

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Der Blick von unten ist allerdings auch nicht schlecht. Die monumentale Shard Pyramide stammt aus der Feder von Star-Architekt Renzo Piano und ist mit seinen 310 Metern aktuell das höchste Gebäude Westeuropas.

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Jetzt erst mal einen Sundowner an der Bar.

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Einen Dragon Pearl für Frida und ein Lucky Buddha Bier für Diego.

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Nach dem Aperitif werden wir in den sonnendurchfluteten Gastraum geführt.

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Chinoise Chic trifft auf moderne Büroetage.

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Hier noch einmal die Bar während der „Blue Hour“.

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Pünktlich zum Sonnenuntergang entfaltet das Hutong seinen ganzen Zauber.

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Nach Einbruch der Dunkelheit verwandelt sich das Hutong in einen sehr düsteren Ort. Ganz offensichtlich ist die anheimelnde Lichtarchitektur mehr auf den Geschmack der kosmopolitischen Klientel abgestimmt. Völlig im Gegensatz zu Deutschland sind in den Metropolen der Welt gemütliche Lokal außerordentlich beliebt. Wie schon so oft gilt die Regel: Wem das Zenzakan schon zu dunkel ist, sollte tunlichst vermeiden, dem Hutong einen Besuch abzustatten.

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Verantwortlich für die virtuose Lichtarchitektur und das spektakuläre Interior Design im Old-Beijing-Stil und ist David Yeo himself.

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Hutong Hong Kong named one of the World`s 100 hottest tabeles by Condé  Nast Traveller.

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2008 erhielt das Hutong in Hong Kong erstmalig einen der begehrten Michelin-Sterne.

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Nach Hadoukening und Vadering erobert nun ein neuer Trend die britische Szenegastronomie, das Nigellalawsoning. Um nicht weiter aufzufallen entschließen wir uns spontan zur Assimilation.

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Die imposanten Panoramascheiben reichen von der Decke bis zum Boden. Dementsprechend atemberaubend ist der Blick auf die Metropole. Kleiner Tipp: Man sollte bei der Reservierung unbedingt darauf achten einen Platz direkt am Fenster zu reservieren.

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Vom Gastraum aus hat man auch einen sehr schönen Blick auf den Enten-Ofen. Wer mehr über die Zubereitung der klassischen Peking Enten erfahren möchte, sollte unbedingt einmal unsere Reportage über das chinesische High-End Konzept „HKK by Hakkasan“ inhalieren. Den Bericht findet Ihr auf unserem Mook Blog unter der Rubrik „to eat“

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Hier noch einmal ein Close-up auf den Ofen. Aufmerksame Beobachter können in der Spiegelung des Glasfensters übrigens schemenhaft den Gastronom des Jahres erblicken.

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Hier sehen wir den Meister beim kunstvollen Zerlegen der krossen Köstlichkeit. Just klick the Play Button….

 

Hier trifft perfekte Präsentation auf überragenden Geschmack.

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Natürlich dürfen auch nicht die üblichen Verdächtigen fehlen.

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Das klassische Frische-Duo Lauch und Gurke.

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Der Begriff „Hoisin“ ist eine Transkription der kantonesischen Aussprache des chinesischen Ausdrucks für Meeresfrüchte. Interessant, da das viskose Ambrosia weder Meeresfrüchte enthält, noch traditionell zu Meeresfrüchten gereicht wird. Wohl mal wieder ein Fall für Robert Langdon.

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Auch die Dim Sums sind von erlesener Qualität.

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Spargel und Sesam sind immer eine köstliche Kombination, die uns allerdings meistens in japanischen Konzepten begegnet.

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Die Frühlingsrollen werden sehr hübsch angerichtet.

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Die sogenannte „Red Lantern“ besteht aus Soft-Shell Crabs und reichlich Chillschoten und gehört zu den Signature-Gerichten im Hutong.

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Hier sehen wir die parfümierten Schweinrippen. Wie sagt Homer Simpson so schön: What a wonderful, magical animal.

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Auch Fisch wird im Hutong angeboten.

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Weiterhin gehören Bohnen zum Repertoire.

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Die „Deboned Lamb Ribs“ entpuppen sich als absolutes Highlight des Abends. Die knochenlosen Lammrippchen werden mit einem Essig-Dip  und einer fermentierten Knoblauchzehe serviert. Die knusprige Köstlichkeit sollte sich kein Gast im Hutong entgehen lassen.

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Eine weitere pikante Kreation. Der Geschmack lässt sich wunderbar an der Optik ablesen.

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Battlefield with a View.

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Die Dessertkarte wird geziert von einem pummligen Kind, das auf einem Karpfen an kleinen Baby-Kätzchen vorbeireitet. Viel süßer geht wohl kaum.

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Das Sorbet.

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David Yeo bedient sich häufig des Stilmittels der Multiples. Der komplette Weg zur Toilette wir von einem Spalier aus roten Laternen gesäumt.

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Die Notdurft, sonst nur ein notwendiges Übel, verwandelt sich im Hutong zu einem echten Genuss. Ähnlich imposante Aussichten geniesst man sonst nur noch im Felix Hong Kong.

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Genau wie das Zenzakan bietet auch das Hutong sehr spektakuläre Möglichkeiten zum Private Dining.

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FIN