Posted on ROKA CANARY WHARF, LONDON

Dem interessierten Mook Group Fan ist es ja schon lange bekannt, dass wir die Pioniere des New-Style-Robatagrilling in Deutschland waren. Erstaunlicherweise sind wir sogar noch heute ziemlich alleine auf weiter Flur in dieser kulinarischen Disziplin. Eine der großen Inspirationsquellen für unsere Robata Aktivitäten war das legendäre Roka in London. Hier besuchen wir die neue Roka Dependance im Londoner financial district Canary Wharf. Ein ziemlicher Ausflug, der sich aber durchaus gelohnt hat. Wieder einmal konnten wir viele tolle Anregungen für Euch nach Frankfurt holen. Dem aufmerksamen Frequent-Eater ist sicherlich bereits aufgefallen, dass wir sogar seit Kurzem eine eigene feste Rubrik mit Robatagerichten in die Zenzakan Speisekarte eingepflegt haben. Viva la Robata!

Hier ein kleiner Blick in die Roka Bar. Der Bereich erinnert optisch stark an einen großen deutschen Pizza & Pasta Filialisten.

Hier sehen wir die köstliche Spider Roll. Die Kreation ist optisch und geschmacklich praktisch identisch mit unserer Zenzakan Zpider Roll. Eine geradezu groteske Duplizität der Speisen. Waren die Roka Macher etwa im Zenzakan zum Scouting?

Hier degustiert Anna Livia Plurabelle, die Chefin des Mook Culinary-Research-Teams, die köstliche Spider Roll.

Apropos Sushi, hier ein kleiner Hinweis in eigener Sache. Wusstet Ihr eigentlich schon, dass man seit Kurzem eine traditionelle Nyotaimori Zeremonie im Zenzakan zelebrieren kann? Nyotaimori ist die uralte japanische Tradition kunstvoll rohen Fisch auf nackten Körpern zu arrangieren. Das Zenzakan besitzt naturgemäß ja eine große Affinität zur japanischen Kultur. Wir haben deshalb entschieden, dass eine Nyotaimori Zeremonie zukünftig nicht im Zenzakan Repertoire fehlen darf. Genießt in der intimen Atmosphäre unseres Kobayaschi Rooms die ehrwürdige Tradition des Nyotaimori. Ein historisches Erbe, das auf wundervoll ästhetische Weise die Welt der Kultur und der Kulinarik miteinander vereint. Kein kulturell interessierter Sushi Aficionado sollte sich diese in Frankfurt einmalige Gelegenheit entgehen lassen. Gymnophobieschen Calvinisten, schinanten Suffragetten und prüden Puritanern wird allerdings dringlich davon abgeraten eine Nyotaimori Zeremonie im Zenzakan zu buchen.

Die spicy Tuna Roll….

Hier zum Vergleich einmal die Zenzakan zpicy Tuna.

Nun aber wieder zurück ins Roka. Hier sehen wir die köstlichen  Gyōzas. Gyōza sind hauptsächlich mit Fleisch oder Gemüse gefüllte Teigtaschen, die ursprünglich aus China stammen. Gyōza sind in Japan sehr beliebt und weit verbreitet. Die halbmondförmigen Gyōzas werden üblicherweise gebraten, können aber auch fritiert oder gedämpft werden.  Man nennt Gyōzas deshalb auch des Öfteren Potstickers. Die Roka Gyōza sind innen saftig und aussen schön kross. Ein wunderbares Spiel der Texturen. Das Mook Culinary-Research-Team ist angetan und überlegt ernsthaft wieder einmal Potstickers in die Zenzakan Speisekarte einzupflegen.

Simpel aber köstlich. Ein Gericht für das uns bisher noch etwas der Mut fehlt. Spinatsalat mit cremigem Sesam Dressing.

Yakitori Spieße sind der Klassiker unter den Robatagerichten.

Es mag viele überraschen, aber Japan kann tatsächlich auf eine altehrwürdige BBQ Tradition zurückblicken. Robatayaki oder einfach Robata kommt von den beiden japanischen Begriffen „Ro“ und „yaki“. Als „Ro“ bezeichnete man einen quadratischen Grill, an dem sich die Bauern und Fischer wärmten und grillten. Das japanische Wort „yaki“ bedeutet schlicht gegrillt. Die Roka Chicken Wings sind übrigens einfach köstlich

Der bemerkenswerteste Aspekt des Robata ist, neben der martialischen Theatralik und der schier unerschöpflichen Vielfalt, die äußerste Schlichtheit der Zubereitung. Die meisten Speisen werden lediglich mit Salz, Holzkohlerauch, Yakiniku- oder Teriyaki Sauce gewürzt. Hier sehen wir Spargel mit Sesam.

Aubergine mit Togarashi. Shichimi Tōgarashi oder kurz Shichimi (wörtl. „Sieben-Gewürz-Chilipfeffer“), ist eine in Japan sehr gebräuchliche BBQ Gewürzmischung aus 7 Zutaten. Die Hauptzutaten für Tōgarashi sind grob gemahlene rote Chilischoten. Gewöhnlich werden noch folgende Zutaten verwendet: Mandarinenschale, Sesamsamen, Nori, Hanfsamen und Sansho (ein Verwandter des Szechuanpfeffer).

Die Qualität des Entrecote ist eher im mediterranen Raum anzusiedeln. Zum Steak reicht das Roka frittiertes Karottenstroh und eine Art Apfelmus. Je mehr wir weltweit  recherchieren, umso mehr wird dem Mook Culinary-Research-Team klar, dass wir die Messlatte speziell im Fleischsektor sehr hoch gelegt haben.

Nicht schon wieder, werden jetzt natürlich viele denken. Speziell auf dieser Expedition wurde diese Gericht mal wieder  extrem kontrovers diskutiert. Das Gericht polarisiert wie kein zweites. Die überwältigend Mehrheit des Mook Culinary-Research-Team bevorzugt mittlerweile allerdings die viel weniger süße Zenzakan Interpretation dieses Nobu Klassikers. Fakt ist auf jeden Fall, das Roka serviert den Miso Cod klassisch und in handwerklicher Perfektion.

Wachtel vom Robatagrill.

Der Schweinebauch.

Köstliche Schweinerippchen.

Blick in die offene Showküche und den Robatagrill.

Ein letzter Blick in den vollbesetzten Gastraum. Das Roka ist wirklich ein ein kulinarischer und kaufmännischer Volltreffer. Großes Kompliment an die Kollegen.