Gastronomie ist ein komplexer Teamsport, und kluge Wirte wissen, dass sie ohne exzellente Mitarbeiter verloren sind. Gerade in diesen extrem entrepreneurfeindlichen Zeiten brauchen sie Mitstreiter, die engagiert anpacken und loyal zur Firma stehen.
Glücklicherweise haben wir viele hervorragende und motivierte Mitarbeiter, die unsere holistische Philosophie nicht nur intellektuell verstehen, sondern auch emotional teilen. Um diese Kollegen zu ehren und unseren Fans zugleich einen tieferen Einblick in die Mook Group zu geben, stellen wir Euch in regelmäßigen Abständen einige unserer wichtigsten Köpfe etwas genauer vor.
Diesmal möchten wir Euch Sandeep Singh Pal vorstellen, unseren indischstämmigen Chefkoch im Ivory Club. Sandeep ist nicht nur ein sehr sportlicher junger Mann, sondern auch ein exzellenter Koch. Seine kulinarischen Stationen führten ihn nach Bahrain, auf die Seychellen und die Malediven. Außerdem arbeitete er im luxuriösen Fünf-Sterne-Hotel The Oberoi in New Delhi.
Bevor Sandeep bei uns anheuerte, war er sogar Head Chef im originalen Moti Mahal in New Delhi tätig, jenem sagenumwobenen Restaurant, das als Geburtsort des legendären Butter Chicken gilt.
Seit wann bist Du für die Mook Group tätig?
Ich arbeite seit drei Jahren für Herrn Mook. Angefangen habe ich als Souschef, inzwischen bin ich Küchenchef im The Ivory Club.
Was ist Deine Aufgabe innerhalb der Mook Group?
Ich bin Küchenchef im The Ivory Club, dem indischen Restaurant der Mook Group. Meine wichtigste Aufgabe ist, dass die Küche jeden Tag reibungslos funktioniert und unsere Gäste eine konstant hohe Qualität bekommen. Dazu gehören die Kreation und Weiterentwicklung neuer Gerichte, die Dienstplanung, Bestellungen sowie die Qualitätskontrolle der Lebensmittel, die Führung und Entwicklung des Teams und nicht zuletzt die konsequente Einhaltung der HACCP-Hygiene-Richtlinien.
Was gefällt Dir an der Mook Group?
Ich schätze die familiäre Atmosphäre und die hohe Professionalität. Vor allem mag ich, dass hier nicht an Qualität gespart wird. Wenn die Produkte stimmen und das Handwerk ernst genommen wird, kann man wirklich das bestmögliche Ergebnis auf den Teller bringen.
Hast Du ein Hobby?
Ja, ich spiele gerne Cricket. Außerdem gehe ich regelmäßig ins Fitnessstudio. Und natürlich liebe ich es, mit Freunden essen zu gehen und neue Restaurants zu entdecken.
Welches Lokal der Mook Group magst Du am meisten?
Schwierige Frage. Im Ivory Club bin ich Küchenchef, deshalb will ich gar nicht behaupten, das sei automatisch mein Lieblingslokal. Ich mag die Mook Group gerade wegen der Vielfalt. Wenn ich mich entscheiden muss, würde ich sagen: Zenzakan und Franziska stehen bei mir sehr weit oben, beide aus ganz unterschiedlichen Gründen.
Was darf nie in Deiner Speisekammer fehlen?
Hochwertiges Ghee, Ingwer, Knoblauch, frische Korianderblätter und frischer Zitronensaft. Das sind für mich Grundpfeiler, weil man damit sofort Tiefe, Frische und Balance in ein Gericht bekommt.
Welche Zutat verwendest Du am liebsten beim Kochen?
Kreuzkümmel, Knoblauch, frische Korianderblätter und Zitronensaft, in allen Variationen. Diese Kombination gibt Gerichten sofort Aroma, Struktur und Frische. Gerade in der indischen Küche ist das für mich eine Art kulinarisches Rückgrat.
Wie würdest Du Deinen persönlichen Kochstil beschreiben?
Mein Kochstil basiert auf traditionellen indischen Techniken, aber ich lege großen Wert auf Ausgewogenheit, klare Aromen und gleichbleibende Qualität. Ich respektiere klassische Rezepte, versuche sie aber so zu verfeinern, dass sie auch heute präzise und modern wirken, ohne ihre Seele zu verlieren.
Welche Deiner bisherigen Erfahrungen hat Deine kulinarische Entwicklung am meisten beeinflusst?
Am meisten geprägt hat mich die Arbeit unter einem sehr disziplinierten Küchenchef zu Beginn meiner Karriere. Dort habe ich gelernt, wie entscheidend Beständigkeit ist. Hohe Zubereitungsstandards, sauberes Arbeiten, Respekt vor dem Produkt und ein klar geführtes Team. Diese Haltung beeinflusst bis heute, wie ich eine Küche leite.
Welches Gericht würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?
Ganz klar das Baingan Bharta meiner Mutter. Das ist für mich Kindheit, Heimat und echtes Wohlgefühl in einem Gericht. Im Ivory Club haben wir übrigens auch ein sehr starkes Auberginen-Curry. Ich würde sogar sagen, es kommt dem Baingan Bharta meiner Mutter ziemlich nah. Fast.
Wenn Du einen Tag lang in einem anderen Mook-Restaurant kochen könntest, welches würdest Du wählen?
Vermutlich das Zenzakan. Die asiatische Produktwelt und die Aromenvielfalt reizen mich sehr, weil man dort mit ganz anderen Techniken und Kontrasten arbeitet als in der indischen Küche.
Welchen Koch bewunderst Du am meisten?
Ich habe in meiner Laufbahn mit einigen starken Küchenpersönlichkeiten gearbeitet, aber einer hat mich besonders beeindruckt. Sanjeev Kapoor, der berühmte indische Starkoch und Kochbuchautor, ist für mich als indischstämmigen Koch ein echtes Vorbild. Er bringt indische Küche auf den Punkt, ohne sie zu verwässern, und macht sie auch für Menschen zugänglich, die bisher kaum Berührung damit hatten. Seine Mischung aus Handwerk, Disziplin und Ausstrahlung beeindruckt mich bis heute.
Welche Länderküche fasziniert Dich neben der indischen noch?
Ich liebe die japanische Küche. Ihre Klarheit, der extreme Respekt vor dem Produkt und die Hingabe zur Technik faszinieren mich. Wenn man japanisch isst, merkt man sofort, wie viel Disziplin und Präzision dahintersteckt.
Hast Du ein kulinarisches Guilty Pleasure?
Ich würde es nicht Guilty Pleasure nennen, aber ich esse unheimlich gerne einfache indische Hausmannskost, zum Beispiel Dal mit Reis und Roti. Es erinnert mich daran, dass es beim Essen auch um Wärme, Wohlbefinden und Balance geht, nicht immer nur um Komplexität und Show.
Gibt es eine Zutat, die Du früher gehasst hast, aber jetzt liebst?
Bittermelone. Am Anfang konnte ich mit der Bitterkeit überhaupt nichts anfangen. Aber als ich gelernt habe, sie mit den richtigen Gewürzen und der passenden Technik auszubalancieren, habe ich verstanden, wie spannend sie sein kann. Heute schätze ich Bittermelone sehr, gerade weil sie so eigen ist.
