Posted on Annabel`s London

In den letzten Jahren hat sich rund um den exklusiven Berkley Square im Londoner Szeneviertel Mayfair ein gastronomisches Supercluster von fast epischen Dimensionen gebildet. In einem fulminanten Reigen der Eitelkeiten liefern sich hier die absoluten Heavyweight-Champions der globalen Hospitality-Industrie eine geradezu sagenhafte Materialschlacht. Dabei scheuen die potenten Alphatiere weder Kosten noch Mühen, um die verwöhnte Klientel ständig mit neuen spektakulären Venues in ungläubiges Erstaunen zu versetzten. Nun hat der legendäre Gastro-Entrepreneur Richard Caring allerdings die Referenzklasse in diesem Super-High-End-Segment völlig neu definiert. Sein frisch revitalisierter Private-Member-Club Annabel`s sprengt dabei die Grenzen jeglicher Vorstellungskraft. Angeblich wurden 100 Millionen Euro in den aufwendigen Revamp der neuen Location investiert. Eine im ersten Moment wahrlich unglaubliche Summe, die sich aber schon kurz nach dem Betreten der spektakulären Location relativiert. Man spürt förmlich die physische Abwesenheit jeglicher monetären Zwänge. Wohin das kundige Auge auch schweift, überall finden sich nur edelste Materialien, kostbare Kunstwerke und liebevollste Detaillösungen. Hier sehen wir übrigens die weihnachtlich geschmückte Fassade des Annabel`s.

Das ursprüngliche Annabel’s wurde 1963 von dem Londoner Unternehmer, Partylöwen und Gastronomen Mark Birley gegründet. Der Club wurde von Mister Birley nach seiner damaligen Ehefrau Lady Annabel Vane-Tempest-Stewart benannt und wurde schon damals als stringenter Private-Member-Club betrieben. Das Annabel’s entwickelte sich schon kurz nach seiner Eröffnung zum beliebtesten Tummelplatz der gesamten Londoner High-Society. Die Mitglieder bestanden dabei vornehmlich aus Angehörigen des britischen Adelshauses, internationalen Jetsettern, Filmstars und der lokalen Mayfair-Prominenz. Das Annabel´s galt deshalb nicht umsonst über Jahrzehnte als der exklusivste Club der Welt. Nach dem Ableben von Mark Birley hat nun der visionäre Investor Richard Caring das Ruder im sagenumwobene Annabel`s übernommen. Der legendäre Gastro-Entrepreneur schickt sich nun an, das Annabel´s mit einem aufwendigen Revamp wieder zum mondänsten und poshsten Club der Welt zu machen. Hier sehen Sie übrigens das weihnachtlich geschmückte Foyer des Annabel´s.

Das neue Annabel´s befindet sich noch immer im selben Gebäudeensemble wie das alte Annabel´s. Der Eingang liegt nun allerdings im Haus am Berkeley Square 46.  Das klassische georgianische Stadthaus ist wunderschön und gilt neben dem Buckingham Palace als eines der wichtigsten Vertreter dieses Baustils. Der glamouröse Private-Member-Club erstreckt sich innerhalb des Gebäudes über mehrere Stockwerke und beinhaltet einen Nightclub, Chambre-Séparées, Restaurants, Private-Dining-Räume und diverse Bars. Dabei gleicht kein Raum dem anderen. Verbunden werden die einzelnen Stockwerke durch ein aufwendig vertikal dekoriertes Treppenhaus.

Am besten startet man seinen Abend im Annabel´s an der Bar der Bel-Ètage. Die gesamten Wände des prachtvoll dekorierten Refugiums wurden aufwendig mit filigranen Blumengittern, Antikspiegeln und liebevoller Trompe-l’œil Malerei verkleidet. Optisches Highlight und Epizentrum des Raums bildet aber die komplett aus pinkfarbenem Estremoz-Rosé-Marmor gefertigte Bar. Der riesige, von innen illuminierte Monolith ist dabei nicht nur ein unglaublich couragiertes Design-Element, sondern auch ein architektonisches Statement von geradezu obszöner Opulenz.

Verantwortlich für das eklektische Interior-Design ist übrigens kein geringerer als unser alter Bekannter Martin Brudnizki. Der umtriebige Tausendsassa ist ein wahrer Workaholic und hat in seiner kometenhaften Karriere schon unzählige legendäre Hospitality-Locations gestalteten dürfen. Zu seinem erstaunlichen architektonischen Œuvre gehören beispielsweise das neue Ivy, der riesige Holborn Dining Room und die nagelneue Brasserie of Lights im beliebten Department-Store Selfridges & Co. Die drei spektakulärsten Brudniski-Locations Sexy Fish, Scarfes Bar und Smith & Wollensky  haben wir übrigens schon für Euch ausführlich unter das Mookular genommen. Wer die Artikel noch nicht kennt, findet die ausführlichen Reviews übrigens problemlos über die Suchleiste des Mook Blogs.

Die Mook Redaktion hat übrigens auch schon einmal ein ausführliches Exklusiv-Interview mit Martin Brudnizki geführt. Ihr findet das aufschlussreiche Zwiegespräch im Mook Magazin No.6 ab Seite 40. Das Magazin steht ebenfalls auf unserem Mook Blog unter der Rubrik Editionen als kostenloses PDF-Download zur Verfügung. Hier noch ein kurzer Blick auf die bereits erwähnten Trompe-l’œil Malereien.

Nach dem Aperitif wechseln hungrige Mitglieder meistens in das vollständig verglaste Atrium-Restaurant des Annabel´s. Hier servieren die Köche der verwöhnten Klientel eine mehr als solide Bistro-Küche. Besonders beliebt ist dabei die berüchtigte Trüffel-Pizza und die zu Recht legendäre Hummersuppe.

Das Atrium-Restaurant ist relativ groß und fasst schätzungsweise an die hundert Gäste. Bei warmem Wetter lassen sich die einzelnen Segmente der Dachkonstruktion hydraulisch übereinander schieben und ermöglichen so ein spektakuläres innerstädtisches Al-Fresco-Dining. In den kalten Wintermonaten ist die komplexe Glaskonstruktion selbstverständlich geschlossen. Trotzdem hat man durch die üppige Bepflanzung fast das Gefühl im Freien zu sitzen. Insgesamt ist das Atrium eine wahrlich beschauliche Oase der gepflegten kulinarischen Regeneration.

Nach dem Essen begibt sich die illustre Memberschar typischerweise noch gerne in den Nightclub im Kellergeschoss. Man betritt die heiligen Hallen durch eine schmale Stiege im französischen Boudoir-Stil. Ein wahrlich sinnliches Entree.

Unten angekommen wird der staunende Gast von einer gewaltigen Gorilla-Statue in Empfang genommen. Der stoisch dreinblickende Bronze-Primat gilt als Maskottchen des Clubs und eignet sich perfekt als beindruckender Instagram-Spot.

Neben dem eigentlichen Club finden sich im Untergeschoss noch diverse kleine Nischen, glamouröse Chambre-Séparées und anheimelnde Alkoven. Diese intimen Orte der andächtigen Kontemplation eignen sich perfekt, um nach dem Essen ausführlich über Kunst, Literatur und die aktuelle politische Lage zu parlieren.

Der komplette Boden dieses wundervollen Séparées wurde mit kostbaren, von unten illuminierten Malachit-Fliesen ausgestattet. Martin Brudnizki ist wirklich zu beneiden. Es muss einfach wundervoll sein, wenn man bei der Ausstattung einer Venue so aus dem Vollen schöpfen kann. In Deutschland ist so etwas leider völlig undenkbar. Durch die ständig steigenden Kosten und die faszinierende Steuerphilosophie des Deutschen Fiskus ist es der ethisch arbeitenden Individualgastronomie mittlerweile praktisch unmöglich geworden, selbst kleinere Investitionen in einem kaufmännisch vernünftigen Zeitrahmen zu recoupen.

Die aus komplett rosa Marmor gefertigten Damentoiletten des Annabel`s geistern schon seit ein paar Wochen durch die einschlägigen Interior- und Designer-Blogs. Allerdings sind auch die bisher noch weitgehend unbekannten Herrentoiletten nicht weniger aufwendig ausgestaltet worden. Die Wände dieser Herrentoilette wurden beispielsweise komplett mit aus kunstvoll ziselierten Etched-Glas-Scheiben ausgestattet. Die kostbaren Motiv-Gläser zeigen dabei ein harmonisches Stelldichein zwischen der einheimischen Fauna und Flora.

Dazu passend wird ein mannshoher Ganzkörperspiegel von einer mächtigen Bären-Skulptur des renommierten Willow-Artist Woody Fox gehalten. In der Reflexion des Spiegels können aufmerksame Mook-Magazin-Leser übrigens die schemenhafte Silhouette des Mook-Group-Gründers erkennen.

Die Herrentoiletten im Nightclub wurden vom Meister hingegen in einem eher sinisteren Okkult-Stil ausgestaltet. Wohin man auch blickt, überall findet man morbide Kunstwerke, aufwendig gestaltete Totenköpfe und düstere Materialien.

Das Annabel`s ist wahrlich ein fulminates Füllhorn an liebevollen Detaillösungen. Man kann deshalb in diesem Rahmen unmöglich alle Finessen und Details dokumentieren.

Optisches Highlight der Toilette sind die Urinale in Form eines furchteinflößenden Dämons. Martin Brudnizki ist im Annabel`s sprichwörtlich in jeder Facette die viel zitierte Extra-Mile gegangen.

Zum Schluss wollen wir Euch natürlich auch noch die berühmten pinkfarbenen Damentoiletten des Annabel`s nicht vorenthalten.

Posted on Thali Time (D/E)

In der weltweit dritthäufigst gesprochenen indoarischen Sprache Hindi bedeutet Thali schlicht „Platte“. In Indien ist das Wort Thali allerdings auch das Synonym für eine Mahlzeit, die sich aus diversen völlig unterschiedlichen Komponenten wie Currys, Reis, Chutneys, Broten, Pickels und Tandoori-Spezialitäten zusammensetzt. Thalis sind in Indien speziell zum Lunch beliebt und werden meistens in segmentierten Metallplatten serviert. Die Präsentation erinnert somit stark an die in Japan sehr beliebten Bento-Boxen. Wir in der Mook Group denken ständig darüber nach, wie wir für unsere Fans noch attraktiver werden können. Wir haben uns deshalb entschieden, unseren Ivory Club-Gästen zukünftig mittags ein preislich sehr attraktives Thali-Menü anzubieten.

THALI TIME (ENGL.VERSION)

In Hindi, the third most widely spoken Indo-Aryan language in the world, Thali simply means “plate”. In India, however, the word Thali is also synonymous with a meal consisting of various completely different components such as curries, rice, chutneys, bread, pickles and tandoori specialities. Thalis are popular in India for lunch in particular and are usually served in segmented metal plates. The presentation is thus strongly reminiscent of Bento boxes, which are very popular in Japan. Here at Mook Group, we are constantly thinking about how we can become even more appealing to our fans. We have therefore decided to offer our Ivory Club guests a very attractive Thali menu at lunchtime.