Wir werden regelmäßig auf das imposante Deckengemälde in der theatralisch illuminierten Kuppel des Mon Amie Maxi angesprochen. Kein Wunder, denn die faszinierende Arbeit entfaltet schon beim ersten Blick eine geradezu hypnotische Sogwirkung.
Das Gemälde stammt von Fides Becker und zeigt einen koketten Dialog zwischen einer rothaarigen Wassernixe und einem kessen Seepferdchen. Bildsprachlich bedient sich das Motiv ganz bewusst eines maritimen Figurenrepertoires, das klar an die ornamentale Fantastik des Fin de Siècle erinnert. Es ist damit nicht nur eine moderne, fröhliche Interpretation klassischer Jugendstil-Sujets, sondern auch eine farbenprächtige Hommage an Gustav Klimt, Alfons Mucha und Heinrich Lefler.
Fides Becker hat an der Städelschule in Frankfurt, der Universität der bildenden Künste in Berlin und der Willem de Kooning Academie in Rotterdam Freie Malerei studiert und wird von der in Frankfurt ansässigen Galerie Heike Strelow vertreten. Die Galerie Strelow ist übrigens nicht nur eine unserer absoluten Lieblingsgalerien, sondern momentan auch sicherlich eine der progressivsten und meistdiskutierten Galerien in ganz Frankfurt. Ihr thematischer Schwerpunkt liegt auf künstlerischen Positionen, die in ihrer konzeptionellen Ausrichtung grundlegende Fragen zu Migration, Transkulturalität sowie persönlicher und sozialer Identität aufgreifen. Frau Strelow feierte mit ihrem avantgardistischen Portfolio bereits große Triumphe auf der New Yorker Art Show VOLTA und kuratierte unter großem Beifall die BUGA 2011.
Es ist deshalb wenig verwunderlich, dass schon einige erstaunliche Werke aus der Galerie Strelow ihren Weg in die Sammlung Mook gefunden haben.
