Wie Ihr als aufmerksame Leser unseres Newsletters bereits wisst, ist es in der glamourösen Wüstenmetropole Dubai inzwischen vollkommen normal, dass angesagte Restaurants nicht nur hohe No-Show-Gebühren erheben, sondern von ihren Gästen zusätzlich verlangen, einen über die Kreditkarte abgesicherten Mindestumsatz im Voraus zu garantieren.
Beispielsweise verlangt die spektakuläre Nikkei-Formel Sushisamba von Gästen, die an den beliebten Fensterplätzen sitzen möchten, einen Mindestverzehr von umgerechnet rund 210 Euro pro Person. Wer auf der Terrasse des eleganten Neo-Griechen Milos speisen möchte, muss hingegen nur einen Mindestumsatz von 200 Euro pro Person garantieren.
An Silvester werden diese Mindestverzehre von nahezu allen Restaurants noch einmal dramatisch angehoben. Wer beispielsweise auf der spektakulären Terrasse des High-End-Chinesen Mott32 das Feuerwerk genießen wollte, musste dem Restaurant einen Mindestverzehr von umgerechnet rund 1.000 Euro pro Person garantieren.
Wer diese Preise als exorbitant hoch empfindet, sollte allerdings bedenken, dass Gäste, die das Silvester-Spektakel direkt am Dubai Fountain im Schatten des Burj Khalifa erleben wollten, selbst in sonst eher preiswerten Fast-Casual-Restaurants erstaunliche Summen zahlen mussten.
So verlangte die italienische Pizza- und Pasta-Kette Carluccio’s für ein viergängiges Silvestermenü an Tischen direkt am See ebenfalls rund 1.000 Euro pro Person. Damit relativieren sich die 1.000 Euro pro Person im Mott32 natürlich sofort.
Wem 1.000 Euro für etwas Focaccia, Burrata, Carpaccio und Gnocchi zu teuer waren, hatte allerdings auch dramatisch günstigere Alternativen. Bei der beliebten Burger-Kette Five Guys konnte man beispielsweise bereits für einen Mindestverzehr von umgerechnet 550 Euro pro Person an einem der begehrten Front-Row-Tische Platz nehmen. Ein wahres Schnäppchen, insbesondere wenn man bedenkt, dass man dafür auch noch so viele Burger und Pommes essen konnte, wie man wollte.
Im Kontext der eben erwähnten Preise sollte man vielleicht noch kurz darauf hinweisen, dass Wirte in Dubai im Vergleich zu ihren deutschen Kollegen dramatisch geringere Energie- und Lohnkosten haben, bürokratische Hürden praktisch nicht vorhanden sind und die Steuern geradezu lächerlich niedrig sind.
Kein Wunder, dass sich Dubai in den letzten Jahren zu einem prosperierenden Superhub der globalen Hospitality-Branche entwickelt hat, während in Deutschland ein Restaurant nach dem anderen Insolvenz anmelden muss.

