Professor Dr. Dr. h.c. Clemens Fuest, Präsident des renommierten ifo-Instituts, hat im The-Pioneer-Podcast ernüchternd festgestellt, dass die energieintensive Industrie im Industrieland Deutschland keine Zukunft mehr habe. Trotz dieser schockierenden Diagnose fehlt noch immer jeder ernsthafte politische Wille, die iatrogene Energiepolitik zu stoppen und den Wirtschaftsstandort Deutschland durch Steuersenkungen und Entbürokratisierung wieder attraktiver zu machen. Stattdessen scheinen Politiker nur noch damit beschäftigt zu sein, die euphemistisch als Sondervermögen geframten Sonderschulden für ihre Zwecke zu zweckentfremden, über absolut kontraproduktive Neidsteuern zu debattieren, neue bürokratische Hürden aufzubauen und Untertanen, die sie dafür kritisieren, vor den Kadi zu schleifen.
Im Kontext der düsteren Prognose von Professor Fuest sollte man übrigens noch einmal kurz daran erinnern, dass die handwerklich seriös arbeitende Speisegastronomie zu den energieintensivsten Industrien des Landes gehört.
Selbst in unseren Restaurants, die nur abends geöffnet haben, laufen von früh morgens bis spät in die Nacht nicht nur extrem gasintensive Geräte wie Herdflammen, Woks, Steak-Broiler, Tandoori-Öfen und Lavasteingrills, sondern auch zahllose energiehungrige Stromfresser wie Induktionsherde, Blender, Weinkühlschränke, Reiskocher, Saladetten, Bain-Maries, Kombidämpfer, Holdomaten, Kühlschränke, Tiefkühler, Eismaschinen, Planchas, Haubenspüler, Wasserenthärtungsanlagen, Osmoseanlagen, Dunstabzugshauben, Kipper, Fritteusen, Hebeanlagen, Kutter, Vakuumierer, Sous-vide-Garer, Wärmelampen, Tellerwärmer, Stabmixer, Eiswürfelbereiter, Fleischwölfe und Infrarot-Salamander.
Damit dürfte klar sein, dass Energie in der handwerklich arbeitenden Speisegastronomie der elementare Produktionsfaktor ist. Wer frisch kochen, Fleisch schmoren, Fonds ziehen und Saucen reduzieren will, ist deshalb auf bezahlbare Energie angewiesen. Seriöses Kochen auf hohem Niveau ist eben kein digitales Drop-Shipping-Business, das sich bequem von einer Liege in Saint-Barth aus betreiben lässt, sondern harte, analoge, energieintensive Handwerksarbeit.
Letztlich hat Professor Fuest nur ausgesprochen, was jeder rational denkende Mensch schon lange weiß. Ohne bezahlbare Energie gibt es langfristig keine ernsthafte Produktion mehr. Allerdings scheint genau das die gewünschte politische Richtung zu sein. Weg von echter Wertschöpfung, hin zu einer dekarbonisierten, deindustrialisierten, degastronomisierten und verarmten Bürokratiewelt, in der nur noch paternalistisch verwaltet, verboten, besteuert und umverteilt wird.
