Die als Red-Queen-Hypothese bekannte Theorie beschreibt ein Phänomen aus der Evolutionsbiologie, wonach Stillstand in einem koevolutionären Umfeld automatisch Rückschritt bedeutet. Und genau wie ein lebendiger Organismus ist auch die handwerklich arbeitende Speisegastronomie ein extrem vulnerables System, das in einem hochkompetitiven und maximal entrepreneurfeindlichen Umfeld wie Deutschland nur dann überlebt, wenn es sich permanent verbessert und weiterentwickelt.
Wir glauben fest an diese Theorie und arbeiten deshalb kontinuierlich daran, unser Etablissement nicht nur kulinarisch, sondern auch atmosphärisch besser zu machen.
Beispielsweise erneuern wir demnächst alle Teppiche im Zenzakan. Die bisherigen geometrischen Muster weichen dabei neuen Teppichen mit einem ornamental-illustrativen Motiv aus stilisierten Drachen, Fenghuangs und opulenten floralen Elementen. Die ersten Muster sind gerade eingetroffen, und wir sind uns sicher, dass die neuen Teppiche die Atmosphäre im Zenzakan noch einmal auf ein neues optisches Niveau eskalieren werden.
Das Design wirkt mit seinem tiefschwarzen Fond, seiner dichten Ornamentik und seiner ikonischen Symbolik deutlich opulenter, dramatischer und eleganter als die bisherigen geometrischen Muster. Während Geometrie in erster Linie ordnet, erzeugt dieses Sujet Spannung, Theatralik und einen luxuriös-fernöstlichen Chinoiserie-Look, der perfekt zum holistischen Charakter des Zenzakan passt und den Raum atmosphärisch noch immersiver macht.
Der Name der Red-Queen-Hypothese geht übrigens auf Lewis Carrolls Through the Looking-Glass zurück. Darin erklärt die Rote Königin der kleinen Alice, dass man in ihrer Welt so schnell rennen müsse, wie man nur könne, um überhaupt am selben Fleck zu bleiben. Genau dieses Bild wurde später von Evolutionsbiologen aufgegriffen und zur Metapher einer Theorie gemacht, die den permanenten Anpassungs- und Verbesserungsdruck in dynamischen Systemen sehr anschaulich beschreibt.
