Obwohl eine Untersuchung der Eberhard Karls Universität Tübingen zu dem klaren Ergebnis kommt, dass die für Wirte extrem bürokratische und maximal asymmetrisch unsoziale Verpackungssteuer auf Take-away-Speisen die Müllmenge nicht messbar reduziert, hat nach Tübingen, Konstanz und Freiburg im Breisgau nun auch noch Potsdam gegen jegliche logische Evidenz beschlossen, eine Verpackungssteuer auf Take-away-Speisen einzuführen.
Das ist kein gutes Omen. Wenn immer mehr Städte eine Steuer einführen, deren ökologische Wirkung nachweislich ausbleibt, dürfte es leider nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch in Frankfurt die angedrohte Verpackungssteuer eingeführt wird. Die politische Versuchung, unter dem Deckmantel des Umweltschutzes eine neue bürokratische, regressive und damit maximal unsoziale Einnahmequelle zu erschließen, ist offensichtlich extrem groß.
Besonders perfide ist an dieser Art von Abgabe, dass sie sich mit pseudomoralischen Argumenten als ökologisches Lenkungsinstrument tarnt, in Wahrheit aber vor allem eine zusätzliche finanzielle und bürokratische Belastung für Restaurants darstellt, die schon jetzt unter einer kaum noch erträglichen Last aus Bürokratie, Abgaben, Dokumentationspflichten und staatlich induzierten Kosten ächzen.
