Darüber hinaus haben wir darauf hingewiesen, dass die Mindestlohnerhöhung den Mindestlohnempfängern unterm Strich nicht einmal eine signifikante Kaufkrafterhöhung bringen wird, weil der Staat sich einen Löwenanteil der Lohnerhöhung über Steuern und Abgaben sofort wieder zurückholt und der verbleibende finanzielle Zugewinn durch die zwangsläufig massiv steigenden Lebenshaltungskosten aufgefressen wird, womit am Ende eigentlich nur der Staat der finanzielle Gewinner der Mindestlohnerhöhung sein wird.
In diesem Kontext haben wir zudem die These postuliert, dass die Preise in Restaurants nicht wie von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil gefordert sinken werden, sondern perspektivisch sogar eher steigen.
Nun zeigt eine gemeinsame Datenanalyse der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, des Tagesspiegels und der Stuttgarter Zeitung, dass wir mit unserer Vermutung tatsächlich wieder einmal vollkommen richtig lagen, und zwar sogar wesentlich schneller, als von uns ursprünglich prognostiziert.
Beim Blick auf die Speisekarten von rund 130 Restaurants in Frankfurt zeigt sich beispielsweise, dass knapp ein Drittel der exemplarisch untersuchten Betriebe die Preise bereits zum Jahresbeginn 2026 teilweise sogar signifikant erhöht hat.
Laut der Untersuchung verteuerte dabei jedes vierte Restaurant seine Preise im Schnitt um bis zu fünf Prozent und jeder zwanzigste Betrieb seine Preise sogar um mehr als zehn Prozent, und das, obwohl SPD-Bundesfinanzminister Lars Klingbeil den deutschen Wirten unverhohlen damit gedroht hatte, die Sache ganz genau im Auge zu behalten.
An dieser Stelle wollen wir kurz erwähnen, dass wir die Preise für Getränke und Speisen in den holistisch konzipierten Themenrestaurants der Mook Group im Jahr 2026 jeweils um exakt 0,0 Prozent angehoben haben.
