In unserem letzten Newsletter haben wir uns damit beschäftigt, dass Autofahrer durch gezielte Parkraumvernichtung, absurde Diagonalsperren, verwaiste Baustellen und künstlich erzeugte Nadelöhrstaus systematisch in den Wahnsinn getrieben werden und dann in der Stadt auf Fahrradfahrer treffen, die von der offen autofeindlichen Verkehrspolitik der Stadt Frankfurt dermaßen aufgehetzt sind, dass sie eine Hybris entwickelt haben, die sie glauben lässt, die Stadt gehöre ausschließlich ihnen und es deshalb immer häufiger zu extrem gefährlichen Konflikten im Frankfurter Straßenverkehr kommt.
In diesem Kontext haben wir behauptet, dass es im Straßenverkehr immer aggressiver zugeht und wir uns deshalb bei Weitem nicht mehr so sicher auf dem Rad fühlen wie vor der angeblich fahrradfreundlichen Transformation der City. Nun sind wir bei unseren Recherchen auf die aktuelle Verkehrsunfallstatistik des Frankfurter Polizeipräsidiums gestoßen, die zeigt, dass unser subjektives Gefühl auch durch objektive Zahlen gestützt wird. Im Frankfurter Stadtgebiet wurden im Jahr 2024 insgesamt 20.957 Verkehrsunfälle registriert. Gegenüber 2023, als 19.326 Verkehrsunfälle registriert wurden, entspricht das einem Anstieg um 8,44 Prozent.
Besonders bemerkenswert ist in diesem Kontext, dass im Stadtgebiet 2024 zudem 1.087 Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Fahrrädern registriert wurden. Das entspricht einem Anstieg um 10,36 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Noch bemerkenswerter wird diese Entwicklung, wenn man sie mit den verfügbaren Mobilitätsdaten abgleicht. Denn der Radverkehrsanteil in Frankfurt ist zwischen 2018 und 2023 nicht weiter gestiegen, sondern leicht von 22,7 auf 21,2 Prozent gefallen. Die steigenden Unfallzahlen lassen sich also nicht mit einem immer weiter wachsenden Radverkehrsanteil erklären.
Damit dürfte endgültig klar sein, dass die rein ideologisch motivierte und absolut kontraproduktive Antiautofahrerpolitik ungefähr so klug ist, wie Wohnungsnot mit einem Mietpreisdeckel zu bekämpfen, den Klimawandel durch das Abschalten CO₂-neutraler Atomkraftwerke zu stoppen oder auch noch die letzten Leistungsträger mit hohen Neidsteuern aus dem Land zu treiben.
