Wir haben ja schon immer versucht, die kontroverse Diskussion rund um die autofeindliche Verkehrspolitik der Stadt Frankfurt am Main nicht ideologisch zu führen, sondern rein rational, faktenbasiert und sachlich.
Dabei konnten wir immer wieder anhand konkreter Beispiele und moralphilosophischer Prinzipien wie etwa der allgemein gültigen Maxime des Utilitarismus eindeutig nachweisen, dass die rein ideologisch motivierte Hostile-Traffic-Politik der Stadt einen toxischen Spaltpilz in das soziale Herz der Gesellschaft treibt, Existenzen ruiniert, dem Wirtschaftsstandort Frankfurt am Main massiv schadet, die Umwelt belastet, Rettungsfahrzeuge blockiert, alte und behinderte Menschen diskriminiert und die Stadt für Radfahrer nicht sicherer macht, sondern gefährlicher.
In diesem Kontext haben wir uns immer wieder gefragt, warum die Stadt trotz all dieser unwiderlegbaren Fakten an ihrer in jeder Hinsicht maximal kontraproduktiven Verkehrspolitik festhält.
Nun hat eine Studie des renommierten Allensbach-Instituts für Demoskopie im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung etwas zutage gefördert, das dieses komplett irrationale Verhalten vielleicht rational erklären kann.
Laut der Untersuchung weisen ausgerechnet die Sympathisanten der Grünen, also genau jenes politische Milieu, aus dem sich auch der rein ideologische Antrieb der irrationalen Frankfurter Hostile-Traffic-Politik speist, die geringste Toleranz gegenüber abweichenden Meinungen auf.
Mit anderen Worten sind die Befürworter der grünen Ideologie offenbar genau jenes politische Milieu, das am stärksten dazu neigt, sachliche Gegenargumente und objektive Fakten nicht als rationales Korrektiv zu begreifen, sondern lediglich als Angriff auf ihr rein ideologisch geprägtes Weltbild.
Und genau darin liegt sehr wahrscheinlich ein zentraler Schlüssel zum Verständnis der Frankfurter Verkehrspolitik.
Denn wer konstruktiven und unwiderlegbaren Widerspruch nicht als Chance zur Korrektur begreift, sondern lediglich als Attacke auf das eigene ideologische Weltbild, ist fast zwangsläufig nicht dazu fähig, selbst offenkundig falsche Entscheidungen objektiv zu evaluieren und entsprechend zu revidieren.
