In Japan ist die Philosophie des Kaizen seit langem tief in der Kultur verankert. Etymologisch leitet sich das Wort Kaizen aus den japanischen Kanji „kai“ für Veränderung und „zen“ für das Gute ab und verweist damit bereits im Namen auf die Idee einer stetigen Verbesserung. Dahinter steht die ebenso weise wie sympathische Überzeugung, dass herausragende Qualität nur dann entsteht, wenn man sich niemals selbstzufrieden auf seinen Lorbeeren ausruht, sondern kontinuierlich daran arbeitet, selbst das vermeintlich Perfekte noch weiter zu perfektionieren.
Auch wir glauben an Kaizen. Deshalb sind die Speisekarten in unseren Establishments nie wirklich fertig, sondern vielmehr ein niemals endender kulinarischer Work in Progress.
Beispielsweise haben wir gerade wieder zwei neue Gerichte auf die Speisekarte des Zenzakan eingepflegt. Gerichte, die uns ausgesprochen gut gelungen sind und von denen wir fest überzeugt sind, dass sie schnell zu echten Zenzakan-Klassikern avancieren werden.
Zum einen das neue Supreme Salmon Sashimi, eine köstliche Low-Carb-Kreation aus Label-Rouge-Lachs, krossem Röstzwiebel-Crunch, nussigem Sesam, pikanten Jalapeños, Orangen-Ponzu-Dressing und einem kleinen Tupfer QP Mayo. Ein ausgesprochen leichtes, zugleich aber auch erstaunlich komplexes Gericht, bei dem feine Schärfe, knusprige Texturen und zitrische Frische eine fast schon frivole Liaison eingehen.
Nicht minder gelungen sind unsere neuen Spicy Sticky Sticks. Hinter der bewusst verspielt klingenden Alliteration verbirgt sich eine Guilty-Pleasure-Kreation mit maximalem Suchtpotenzial. Die appetitlichen Auberginen-Pommes sind innen wunderbar cremig, außen verführerisch mit einer Korean-BBQ-Glaze lackiert und entfalten zusammen mit geröstetem Sesam und Miso eine fast schon atemberaubende Umami-Wucht, die man so schnell nicht wieder vergisst.
Zwei neue Gerichte also, die auf sehr unterschiedliche Weise exemplarisch zeigen, wie facettenreich sich das Prinzip des Kaizen auf einem Teller im Zenzakan manifestieren kann. Das Supreme Salmon Sashimi entspringt eher dem disziplinierten Clean-Eating-Gedanken, während die Spicy Sticky Sticks ganz bewusst dem Guilty-Pleasure-Genre zuzurechnen sind. Fast wie Yin und Yang stehen sich hier zwei kulinarische Prinzipien gegenüber, die gegensätzlicher kaum sein könnten und sich gerade deshalb so ideal ergänzen. Hier Leichtigkeit, Frische und Finesse, dort sündige Verführung und opulente Wucht. Gerade in dieser spannungsvollen Koexistenz zeigt sich, dass echter Genuss keine Frage kulinarischer Dogmen ist, sondern vor allem eine Frage von Balance.
Ganz nach der berühmten Mook-Maxime, es gibt kein „oder“, sondern nur ein „und“, solltet Ihr bei Eurem nächsten Besuch also einfach beide neuen Gerichte bestellen.
Hier sehen wir übrigens die Spicy Sticky Sticks…
