Manche Restaurants prägen eine ganze Stadt, weil sie weit mehr sind als Orte, an denen man lediglich profane Nährstoffe absorbiert. Sie sind gesellschaftliche Institutionen, urbane Bühnen und Treffpunkte für alle, die eine Metropole wirtschaftlich, kulturell oder gesellschaftlich prägen. Einfach Etablissements, in denen sich die relevanten Go-Getter der Stadt gerne einträchtig versammeln, um Kontakte zu pflegen, Erfolge zu feiern, Freundschaften zu knüpfen, wichtige Entscheidungen zu treffen oder auch ein erstes romantisches Rendezvous in besonders stilvollem Ambiente zu zelebrieren.
Berlin hat beispielsweise das Borchardt, Hamburg das Fischereihafen Restaurant, München die Käfer-Schänke, Sylt die Sansibar und Mainhattan eben die holistisch konzipierten Themenrestaurants der Mook Group.
Nun werden die meisten Restaurants entworfen, um eine ganz spezielle Peer-Group anzusprechen. Wir haben allerdings immer versucht, Konzepte zu entwickeln, die ganz unterschiedliche Menschen gleichermaßen faszinieren. Die besondere Mischung aus außergewöhnlicher Thematisierung, emotionaler Inszenierung, exzellenter Küche und herzlicher Gastfreundschaft hat von Anfang an dafür gesorgt, dass sich bei uns praktisch jeder wichtige Mover & Shaker der Stadt wohlfühlt.
Dementsprechend ist unsere illustre Gästeschar ein kunterbuntes Potpourri aus Berufen, Interessen, Persönlichkeiten und Kulturen.
Aber so unterschiedlich die Berufe und Ansichten unserer Gäste auch sein mögen, sie alle eint die Liebe zu den Etablissements der Mook Group. Und da begeisterte Gäste bekanntlich die beste Werbung sind, haben wir uns entschlossen, Euch in regelmäßigen Abständen einige unserer größten Fans in einem persönlichen Q&A etwas genauer vorzustellen. Dabei möchten wir natürlich auch erfahren, was sie mit der Mook Group verbindet und warum sie unsere Restaurants so sehr lieben.
Diesmal stellt sich Frau Manuela Mock unserem Fragen und erzählt uns ein wenig mehr über sich und ihre Liebe zu den Restaurants der Mook Group. Frau Mock ist übrigens trotz des verdächtig ähnlich klingenden Nachnamens weder mit dem CEO der Mook Group verwandt noch verschwägert, gehört aber als langjähriger Stammgast praktisch schon zum Inventar unserer Etablissements.
Die flamboyante Diva, schillernde Stilikone und waschechte Frankfurter Institution ist aus dem gesellschaftlichen Leben der Mainmetropole kaum wegzudenken. Praktisch jeder kennt die stets perfekt gestylte Grande Dame, die seit Jahrzehnten durch das Frankfurter Nachtleben schwirrt, überall Freunde hat und selbst in einem voll besetzten Gastraum sofort sämtliche Blicke auf sich zieht.
Dabei ist Manuela nicht nur extravagant, unterhaltsam und herrlich unkonventionell, sondern vor allem auch ausgesprochen herzlich, bodenständig und unglaublich liebenswert. Kurz gesagt, ein echtes Frankfurter Original, wie es selbst unsere kunterbunte Stadt nur sehr selten hervorbringt.
BESCHREIBE DICH SELBST IN 100 WÖRTERN ODER AUCH GERNE ETWAS AUSFÜHRLICHER
In meinem Leben spielen drei Städte eine besondere und prägende Rolle. Los Angeles, Tokio und Frankfurt.
Mit 15 Jahren zog ich nach Frankfurt, und mich hat es hier wirklich gut erwischt. Ich traf gleich auf Rocker, Prominente, Rotlicht und Rockstars. Ich musste nicht lange warten, um gut zu starten.
Ich tauchte ins Nachtleben ein, in den Medien wieder auf und legte mit Günter Strack, Heinz Schenk und Helge Schneider sogar eine kleine Karriere hin. Dank unseres heimischen Senders, des Hessischen Rundfunks, startete ich direkt in Deutschlands erster Live-Comedy-Sendung „Queens Palace“. Ich spielte einmal mehr die Barfrau und war während der gesamten Dreharbeiten Herrin über die Bierfässer.
Dank eines kurzen Busenblitzers im Film „Der Betrogene“ mit Günter Strack wurde ich anschließend von sämtlichen Talkshows eingeladen. Dabei lernte ich auch, dass die BILD-Zeitung vollkommen hemmungslos war und so einiges für mich bewegte. Ich wurde durch alle möglichen Formate gereicht und bin heute sehr froh, dass ich nicht berühmt wurde und es auch nicht bin.
Ich bin immer bodenständig geblieben, bin überall dabei und gehe irgendwann wieder. Ich bin Gast und keine Gastgeberin.
Während einiger Tage als Begleiterin von Britney Spears und Madonna lernte ich noch einmal eine ganz andere Welt kennen. Eine materialistische und verlogene Welt, in der man hinter allen Türen genau hinschauen sollte. Ich habe sie gesehen, erlebt und trotzdem genossen.
Einige meiner Ehen brachten mich an Orte, von denen ich zuvor nicht einmal zu träumen gewagt hätte. Ich hatte mal viel, mal wenig und mal gar nichts. Nach meinen Scheidungen habe ich niemals etwas gefordert und auf sehr viel Geld verzichtet.
Ich habe viel gelernt und schließlich am Baseler Platz mein eigenes Geschäft eröffnet, das Transnormal, mein Baby. Inzwischen ist mein Baby 25 Jahre alt und bereitet mir noch immer täglich Freude. Meine Kundinnen und Kunden sind Transvestiten aus aller Welt, die von mir für ihren weiblichen Alltag gecoacht, gestärkt und gestylt werden.
Außerdem gibt es bei mir eine Kleinkunstbühne, die mit Künstlern aus Frankfurt und darüber hinaus wächst und gedeiht. Einen solchen Platz braucht die Stadt. Zwischen Bankentürmen und Elend bringe ich Federn und Pailletten an den Start.
Ich schminke, style und verweile in der Stadt, bis ich umfalle. Am besten mit einem Glas Champagner in der Hand in Los Angeles oder nach dem Genuss eines Kugelfischs in Tokio. Damit komme ich schon klar, denn ich habe überall Freunde.
WAS IST DEIN PERSÖNLICHES LEBENSMOTTO?
Lebe jetzt und verschiebe nichts. Denn das bringt auch nichts.
DU LIEBST VOR ALLEM DAS MON AMIE MAXI UND DAS ZENZAKAN. WARUM?
Im Mon Amie Maxi darf mein Pflegehund, die Pudeldame Iriska, neben mir auf der Bank auf einem Deckchen thronen und bekommt sofort einen Wassernapf.
Im Zenzakan habe ich viele wunderschöne Momente mit Freunden gefeiert und war immer willkommen. Im Geisha Room war ich nach reichlich Champagner einmal so „over the rainbow“, dass ich sogar die legendäre Klingel mitgenommen habe. Natürlich habe ich sie am nächsten Abend sofort zurückgebracht.
WELCHES RESTAURANT AUSSERHALB DER MOOK GROUP BEGEISTERT DICH BESONDERS?
In Frankfurt gehe ich sehr gerne ins Chillin im Bahnhofsviertel und ins Cron am Westhafen.
WAS WAR DAS BESTE ESSEN DEINES LEBENS?
Die Pfannkuchen meiner Mutter und die einfache Salatsauce, die sie kreiert hatte.
WELCHES GERICHT KÖNNTEST DU JEDE WOCHE ESSEN?
Sushi.
WAS IST DEIN ABSOLUTES LEIBGERICHT?
Ganz klar, Sushi.
WELCHE ZUTAT WIRD DEINER MEINUNG NACH VÖLLIG UNTERSCHÄTZT?
Die wichtigste Zutat sind für mich gute Freunde am Tisch. Ohne sie schmeckt nichts wirklich gut. Dazu kommen ein aufmerksamer Service und das Gefühl, in einem Restaurant zu Hause zu sein.
WAS DARF IN DEINER SPEISEKAMMER NIEMALS FEHLEN?
Oh, Schande. Maggi!
BEI WELCHEM PRODUKT GREIFST DU KOMPROMISSLOS ZUR SPITZENQUALITÄT?
Bei Avocados.
WELCHE STADT HAT FÜR DICH DIE SPANNENDSTE GASTRONOMIESZENE?
Ich lasse mich überall auf alles ein. Jede Neuentdeckung kann spannend sein, ganz gleich, ob in einer Großstadt oder auf dem platten Land.
HAST DU EIN LIEBLINGSHOTEL?
Das Carlyle in New York, der Frankfurter Hof in Frankfurt und das Dogotel in Postmünster.
HAST DU EIN LIEBLINGSURLAUBSZIEL?
Jeder tägliche Spaziergang durch Frankfurt ist für mich wie Urlaub. Man braucht nicht unbedingt weit wegzufliegen, um etwas zu erleben.
WAS WAR DEINE SCHÖNSTE KULINARISCHE REISEERFAHRUNG?
Japan.
WELCHES RESTAURANT IM AUSLAND HAT DICH NACHHALTIG BEEINDRUCKT?
Das wäre bei all dem Guten, das mir begegnet ist, unfair zu beantworten.
WELCHEN WEIN SOLLTE JEDER ANSPRUCHSVOLLE GENIESSER MINDESTENS EINMAL PROBIERT HABEN?
Ich bin keine Weinkennerin, sondern trinke mich einfach durch. Wenn ich eingeladen bin, darf es allerdings ruhig etwas teurer sein.
Mit meiner Freundin Ingrid Steeger habe ich jahrelang Rosé aus dem Rewe getrunken, mit Eartha Kitt dagegen Moët & Chandon. Als ich noch reich verheiratet war, gab es auch einmal sündhaft teuren Rotwein. Davon bekam ich allerdings immer einen dicken Kopf.
WELCHE WEINREGION FASZINIERT DICH AKTUELL AM MEISTEN?
Rhein und Mosel. Dort bin ich sogar schon einmal bei der Weinlese mitgegangen und mit der Kiepe beinahe umgekippt. So einfach ist das nämlich nicht.
WAS TRINKST DU LIEBER, RIESLING, CHAMPAGNE ODER BURGUND?
Im Moment tatsächlich Wasser mit einem Schuss Zitrone. Bei großer Hitze darf es auch gerne ein Ayran im Bahnhofsviertel sein. Ansonsten greife ich zum Riesling. Der ist fein.
WAS IST DEIN LIEBLINGSBUCH?
Mein erstes eigenes Buch, „Eine echte DIVA“, erschienen im Patrick-Rosenthal-Verlag.
WELCHE PERSÖNLICHKEIT WÜRDEST DU GERNE EINMAL ZUM DINNER EINLADEN?
Mein großes Idol Suzi Quatro.
WIE SÄHE DEIN PERFEKTER ABEND IN FRANKFURT AUS?
Für mich ist jeder Abend perfekt, denn ich komme überall herum.
WELCHE MUSIK LÄUFT BEI DIR ZU HAUSE BEIM KOCHEN ODER WEINTRINKEN?
Ich schalte meinen Plattenspieler ein und höre Peggy Lee mit „Is That All There Is?“
WAS IST DEIN LIEBLINGS-GADGET IN DER KÜCHE?
Der Flaschenöffner.
WELCHE EIGENSCHAFT SCHÄTZT DU AN EINEM GASTGEBER BESONDERS?
Dass er Dich mit Deinem Namen begrüßt, auch wenn Du ihm nicht besonders viel Geld einbringst.
WAS MACHT FÜR DICH EIN WIRKLICH GROSSES RESTAURANT AUS?
Dass jeder Gast wahrgenommen und wertgeschätzt wird, unabhängig davon, wie viel Geld er ausgibt.
WAS WAR DEIN LETZTER ECHTER WOW-MOMENT IN EINEM RESTAURANT?
Als man mich spontan in die Firmen-, Familien- und Küchenphilosophie eingeführt hat. Das war im Restaurant von Deko Andreas in Dietzenbach, wo die ganze Familie für das bestmögliche Gelingen am Start ist.
WELCHE KULINARISCHE MODEERSCHEINUNG KANNST DU ÜBERHAUPT NICHT NACHVOLLZIEHEN?
Diese Bubble-Tea-Whatever-Ketten, vor denen die Leute Schlange stehen, um sich an einem Display irgendein teures Misch-Milch-Whatever-Tee-Getränk auszusuchen.
WELCHE DREI DINGE BRAUCHT EIN RESTAURANT ZWINGEND, DAMIT DU STAMMGAST WIRST?
Sei lieb zu meinem mitgebrachten Hund und bringe ihm Wasser.
Sei lieb zu mir und serviere mir gutes Essen und gute Getränke.
Lege eine Tischdecke auf und zünde mir eine Kerze an.
WIE SÄHE DEINE PERSÖNLICHE HENKERSMAHLZEIT AUS?
Ein Loco Moco auf Hawaii.
