In unserer kulinarischen Anthologie-Reihe, in der wir Euch in regelmäßigen Abständen die kulinarischen Highlights unserer Speisekarten präsentieren, stellen wir Euch eigentlich immer nur die neuesten, besten und ungewöhnlichsten Vor- und Hauptspeisen aus unseren Küchen vor.
Allerdings wissen wir natürlich auch, dass die vermeintlichen „Accessoires“ häufig mindestens genauso wichtig sein können wie die eigentliche Hauptattraktion.
Was wäre beispielsweise ein Besuch bei Joël Robuchon ohne sein legendäres Purée de pommes de terre, ein Dinner bei Lawry’s The Prime Rib ohne Yorkshire Pudding oder ein Steak im LG’s Prime Steakhouse ohne die gigantischen, Wagon-Wheels genannten XXL-Zwiebelringe?
Deshalb wollen wir diesmal über unser indisches Naan Bread sprechen. Eine Beilage, die wir geradezu für unverzichtbar halten. Denn was wäre ein Butter Chicken, eine Rogan-Josh-Lammhaxe oder ein Vindaloo Curry im Ivory Club ohne ein paar herrlich fluffige Stücke frisch gebackenen Tandoori-Naans, mit denen man auch noch den letzten Rest der würzigen Curry-Sauce aus der appetitlichen Kupferschale extrahieren kann?
Nun wissen aufmerksame Leser unserer Depeschen ja bereits, dass Indien nicht nur die Heimat der facettenreichsten Ethnoküchen der Welt ist, sondern auch das Land der tausend Brote. Bei den meisten Deutschen erschöpft sich das Wissen über die indische Brotkultur allerdings schon bei Pappadam, Chapati, Naan, Roti, Paratha und Dosa. Dabei beginnt hinter diesen allgemein bekannten Klassikern eine fast schon absurde Vielfalt aus Luchi, Sheermal, Appam, Bakshalu, Baati, Kachori, Puran Poli, Taftan, Thalipeeth, Uttapam oder Sanna. Und die Liste ließe sich an dieser Stelle beinahe beliebig fortsetzen.
Bei aller Vielfalt bleibt für uns Naan Bread allerdings die unangefochtene Königin der indischen Brotbeilagen. Und wie Ihr ebenfalls wisst, essen wir im Rahmen unserer kulinarischen Currypeditions seit vielen Jahren regelmäßig in den besten und renommiertesten indischen Restaurants der Welt. Dementsprechend haben wir über die Jahre eine geradezu absurde Menge Naan Bread für Euch degustieren dürfen.
Je mehr Naan wir dabei gegessen haben, desto mehr hat sich bei uns die feste Überzeugung manifestiert, dass unser Naan Bread im Ivory Club, was Fluffigkeit, Größe, Röstaromen, Geschmack und Konsistenz betrifft, das absolute Referenzgericht in seiner Disziplin ist.
Unser Naan wird immer frisch im Tandoor gebacken und kommt noch warm und herrlich duftend auf den Tisch. Außen ist es mit einem appetitlichen Leopardenmuster aus kräftigen Röstaromen überzogen, innen bleibt es wunderbar weich, luftig und fluffig. Genau so, wie ein richtig gutes Naan für uns sein muss. Und weil wir beim Ivory Club bekanntlich wenig von homöopathischen Portionsgrößen halten, handelt es sich auch nicht um die winzigen Teigfladen, die die besternten Gourmet-Inder mittlerweile so gerne servieren, sondern um einen stattlich portionierten Kawenzmann, der problemlos eine komplett gefüllte Kupferschale begleiten kann.
Das Carnival by Trèsind in Dubai, das Schwesterrestaurant des Trèsind Studio, dem ersten und bislang einzigen indischen Drei-Sterne-Restaurant der Welt, weist sein Naan Bread auf der Rechnung übrigens als „Bread Pitt“ aus.
Das Carnival ist by the way eines der ungewöhnlichsten, faszinierendsten und sicherlich auch groteskesten indischen Restaurants der Welt. Wir haben das Carnival by Trèsind deshalb bereits 2018 für Euch unter das gestrenge Mookular genommen. Der Artikel ist also nicht mehr ganz taufrisch, aber, wie wir gerade selbst festgestellt haben, noch immer ausgesprochen lesenswert.
Wir haben Euch deshalb den Link zum Artikel hier einfach noch einmal angehängt.
